Krankheit - was soll das?
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Krankheit - was soll das? |
guennidaspferd unregistriert
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| Krankheit - was soll das? |
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Hallo Ihr Lieben,
seit ein paar Tagen bin ich hier im Forum mit mehr oder weniger sinnvollen Beiträgen unterwegs, aber diesmal habe ich ein Anliegen, ein gesundheitliches Problem, das mich wirklich sehr beschäftigt, und zu dem ich sehr gerne eure Meinung wüßte.
Ich muss leider ein wenig ausholen, um euch die Tragweite meines „Problems“ zu verdeutlichen, bemühe mich aber, mich kurz zu fassen.
Ich habe seit frühester Kindheit eine Behinderung an den Beinen. Das war zunächst nicht immer leicht, meine Kinderzeit habe ich größtenteils deswegen in Krankenhäusern zugebracht, und in der Pubertät, war's auch nicht einfach, gerade als das mit den Mädchen so los ging, bzw. losgehen sollte oder wie in meinem Fall eben nicht losging. Da waren Frustrationen natürlich an der Tagesordnung. Im Laufe der Zeit habe ich allerdings gelernt, meinen Makel zu akzeptieren, weil ich das Bewußtsein entwickelte, dass nichts ohne Grund auf dieser Welt geschieht, und somit meine Behinderung eine Aufgabenstellung für mich sein sollte. Und so rückte dieser Umstand immer mehr in den Hintergrund, ich vermochte mich mit Hilfe von Krücken und Prothesen relativ geschmeidig im Alltag zu bewegen, und es gab wenige Dinge, die ich nicht mitmachen konnte. Ich habe geheiratet, Kinder großgezogen, eine kleine bescheidene Firma ins Leben gerufen, und selbst ein Apfelbäumchen hab ich schon gepflanzt. Also wie gesagt: No problem, soweit.
Mittlerweile aber bahnt sich eine zweite Eskalations-Stufe an. Aufgrund der hohen Belastungen durch das Laufen mit Krücken sind inzwischen meine oberen Extremitäten vollständig ramponiert. So hatte ich vor ein paar Monaten ein paar heftige Operationen an den Schultern machen lassen, wo man mir alle möglichen Sehnen und Muskeln, die gerissen waren, wieder angetakert hat. Und nun sind die Hände an der Reihe, und es droht mein persönlicher Supergau. Die Schulmedizin zückt das Skalpell, und spricht: das muss man operieren, sonst wird es böse enden, doch eine Erfolgsgarantie können wir für die OP nicht geben.
Schwamm drüber, zu viel verspreche ich mir von der Schulmedizin ohnehin nicht mehr. Ich bin stattdessen überzeugt davon, bei richtiger mentaler Einstimmung können Selbstheilungskräfte oder die Kräfte des Universums oder was auch immer dafür verantwortlich zeichnet, viel mehr bewirken, als dieses elende rumgeschnipsel der Chirurgen.
Und damit bin ich beim Kern meines Problems angelangt. Ich versuche also seit einiger Zeit, meine Selbstheilungkräfte zu aktivieren. Der Erfolg ist bisher bescheiden, im Gegenteil, und ich beginne mich zu fragen, ob es nicht daran liegt, das der andere Gedanke, den ich vorhin beschrieben habe, nämlich das Krankheit für mich eine Aufgabe darstellt, gegen die ich mich nicht wehren sollte, sondern die ich anzunehmen habe, dass also dieser Gedanke, der wohl schon tief in mir drin und fest eingebrannt ist, mir jetzt zum Verhängnis wird, insofern, als er ja indirekt gegen mein jetziges Vorhaben der Heilung agiert, also meine jetzigen Gedanken zur Selbstheilung quasi boykottiert.
Versteht jemand was ich meine? (reichlich wirr wieder mal der günni
, ja so kennen wir ihn)
Ich würde gerne von euch hören, wie ihr zu dem Thema Krankheit und ihre Bedeutung denkt und freue mich über jede Antwort. Vielleicht könnt ihr mir dabei helfen, wieder Klarheit in meinen Schädel zu kriegen.
liebe grüße
günnidaspferd
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15.10.2007 17:19 |
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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Hallo Günni,
klar verstehe ich Dich und tendiere dazu, dass Du Deinen "Computer" auch wieder
umprogrammieren kannst.
Muß aber wohl gar nicht sein, denn angenommen hast Du ja nur diese Krankheit,
welcher Du seit der Kindheit hast, jetzt kommen ja die Belastungsschäden wegen
dieser Krankheit dazu (also etwas Neues). Und hier kannst Du mit Hilfe der
"Selbstheilungskräfte" und mit gezielten Kräftigungs- oder Dehnübungen wohl was
bewirken. Übungen kannst Du z.B. auch vorm PC machen, wenn Du im Forum liest,
oder beim Fernsehen usw., da kann man sich die Zeit dafür nebenbei nehmen.
Meist fährt man bis zum Verschließ runter und merkt zu spät, hallo, du mußt was
für deinen Körper tun.
Aber, hier können unsere Experten bestimmt noch den oder jenen Rat und Hinweis
geben. Von mir, gutes Gelingen bei Deinen weiteren Versuchen, die Selbstheilung
zu aktivieren, gib nicht auf.
Alles Liebe ate
__________________ Verzeihen ist die schwerste Liebe
Albert Schweitzer
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15.10.2007 17:48 |
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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güenni,
welche behinderung hast du und wann in der kindheit fing es an. vll. schreibst du uns etwas mehr darüber.
die beine stehen für das fortbewegen für die zukunft, für das tun, die entwicklung, fortschritt, eigenständigkeit, standvermögen.
nun wie ich es verstehe, benutzt du nun mit hilfe deiner arme (schultern) und hände die fortbewegung.
__________________ Liebe Grüsse
Raphael
[Wer etwas haben möchte, das er noch nie hatte, wird wohl etwas tun müssen, das er noch niemals tat
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15.10.2007 19:51 |
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guennidaspferd unregistriert
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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Raphael! Danke! Mach ich gerne:
Osteogenesis imperfecta, auf Deutsch "Glasknochenkrankheit". Das fängt so im Alter von 2-3 Jahren an, man bricht sich bei jeder Gelegenheit die Knochen. Hab auf die Art ca. 90 Knochenbrüche davongetragen. Das hört aber mit Ende der Pubertät auf, im Alter von 16 Jahren passierte mir das zum letzten Mal. Von da an waren's dann nur noch die "Folgeschäden", wegen. denen ich die Stützprothesen und Krücken gebraucht hab. Bemerkenswert daran ist, dass ich es nur an den Beinen habe, in der Regel ist der ganze Körper davon betroffen. So gesehen auch wieder Glück gehabt.
Und ja, das siehst Du richtig, ich benutze nun die Arme und Hände zur Fortbewegung. Genauer gesagt, laufe ich auf 4 Beinen und vielleicht ist das der Grund, warum mein U-Bewusstsein den Nicknamen "guennidaspferd" für mich ausgesucht hat.
Danke jedenfalls für Deine Reaktion, ein dickes Danke auch an Ate 1
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15.10.2007 20:20 |
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Merlin unregistriert
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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Hallo Guenni
Du schreibst, was du alles geschafft hast und ich finde das super,
zeigt es doch einen starken Willen und ein Ziel.
Was hast du für deinen Körper getan, deine Muskulatur, dein körperliches Gleichgewicht?
War es nur dein Wunsch, genauso viel zu schaffen, wie ein körperlich "Gesunder"?
Dein vermeintlich körperliches "Defizit" durch mehr Leistung auszugleichen?
Wären so meine Gedanken erstmal dazu.
Lieben Gruß
Merlin
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15.10.2007 20:39 |
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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lieber guenni,
aus eigener erfahrung kann ich nicht mitsprechen.
aber ich habe bei zwei nahestehenden menschen mitbekommen, wie sie sich (in dem fall bei krebs) entschieden nicht unters messer zu gehen , keine chemo zu machen und einen anderen heilweg finden wollen.
also eine klare entscheidung bringt auch klarheit für den weg, wie es weitergehen soll.
die eine versuchte dann eine selbsttherapie durch fasten und wäre dabei fast drauf gegangen. sie hat zum glück noch rechtzeitig abgebrochen.verschiedene leute, die ihr etwas zu ihren lebensthemen sagen konnten, hat sie auch aufgesucht. das war wohl alles wichtig, aber wirkliche hilfe bekam sie dann erst als sie eine krebsspezialisierte fachärztin in TCM ausfindig gemacht hatte.die konnte ihr wirklich helfen und sie ist nun schon seit jahren wieder gesund.
was ich damit sagen möchte....ich glaube es braucht bei einer richtig schweren krankheit grossen mut , diese entscheidung zu treffen,NICHT den weg der schulmedizin zu gehen.
es braucht eine innere entscheidung gesund werden zu WOLLEN
es besteht eine gefahr darin, bei hilfe durch selbsthilfe stecken zu bleiben und sich zu verwurschteln
ich würde dir raten einen kompetenten arzt in diesem fachgebiet ausfindig zu machen. TCM vielleicht auch ? da hast du einen ganzheitlichen ansatz. mental, seelisch, körperlich.
so meine gedanken dazu . ein lieber gruss, toshka
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16.10.2007 11:52 |
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Edelsteine und Esoterik Shop
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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Hallo Guenni,
da gibts mehrere Möglichkeiten.
Im Schamanischen kann ich hier eine "Reise zum Lebensbaum" machen, die Quelle unserer Vitalenergie. Diese wird als "Ressource" ganz gezielt aktiviert.
Im Huna kann ich die Selbstheilungskräfte direkt aktivieren, daß ist aber bei ererbten Krankheiten nicht so einfach, denn hier wird mit der "Blaupause des idealen Sollzustandes" des Körpers gearbeitet.
Das könnte also, wenns nicht richtig gemacht wird, die ursprüngliche Krankheit reaktivieren, soll also nur vom Profi gemacht werden.
Mit medizinischer Heilhypnose kann sehr gezielt die innere Selbstheilung aktiviert werden. Entsprechende Suggestionen werden dann mit eingebaut.
Allerdings muß man sich in dem Falle auch Deine Gesamtbalance ansehen. Deine Arm-/Oberkörpermuskulatur hat ein Vielfaches von dem zu leisten, dürfte an Extremsportler herankommen. Der Unterkörper hingegen ist wahrscheinlich deutlich unterfordert, eine permanente Schonhaltung. Also empfehle ich auch hier die Thaimassage oder ähnliche balacierende Meridianmassagen.
herzliche Grüße,
Don
__________________ Wege mit Herz sind die einzigen Wege, die es lohnt zu gehen.
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16.10.2007 12:58 |
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Mahakala unregistriert
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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Hallo Günni,
ich bekomme ein - verständliches - Gefühl von Panik bei dir. Ich lese aus deinem Text einen sehr starken Willen. Und bisher hat dir der offenbar richtig gut über die Runden geholfen und dir doch viel Kraft geraubt.
Trotzdem bekomme ich das Gefühl nicht los, dass du noch garnicht wirklich bei DIR warst (ich weiß, das ist jetzt recht vermessen,..bin mal so mutig
).
Du hast vermutlich ganz besonders in dieser jetzigen Situation ein großes Problem, erst einmal alle Gedankengänge in punkto Möglichkeiten der Heilwege etc. einfach mal loszulassen.
.einfach loslassen...ohmmmm...entspannen...ohmmmm
verstehst sicher was ich meine.
Vielleicht magst du mal einen inneren Dialog führen, dir selbst einen Brief schreiben, in dem du dir und/oder anderen mal ganz offen und schonungslos (und gerne auch erst mal egobesetzt) mitteilst, was dir mächtig all die Jahre auf den Sa... ging.
Du kommst nach Abwerfen all dieses Ballastes bei dir selber an..und dein Selbst wird dir gerne auch Antworten auf deine derzeitigen oder auch vergangen (vielleicht noch offenen) Fragen geben.
Vor allem, ES also DU weiss am besten, was für dich jetzt notwendig und gut ist.
Ganz herzlich
Mahakala
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16.10.2007 15:36 |
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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Hallo guenni,
... es kommen jetzt mehrere Antworten/Infos von mir ...
Ich musste noch Copyright checken ...
... da steht ... mom ...
Alle meine Seiten dürfen Kopiert und weitergeben werden !!! "Was mir durch Christus fließt ins Leben, kann ich mühelos weitergeben!“
Ich habe diese Seite vor 2 oder 3 Tagen "zufällig" gefunden.
Den Absatz, den ich meine merkere ich dir in der nächsten Mitteilung.
Ich hab echt gesucht ... für dich ...
... so , das war der 1. Streich
... und der 2. folgt sogleich
Switch
see you later
__________________
Die verstehen sehr wenig,
die nur das verstehen,
was sich erklären lässt !
(Marie von Ebner-Eschenbach)
Gabi, auch bekannt als: ICH, Switch + witch
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16.10.2007 22:14 |
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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So guenni,
... es geht weiter:
Emotionale Prozess Aufstellung ist eine Weiterentwicklung der emotionalen Prozess Arbeit und die Aufstellungen sind nicht auf die Familie als System beschränkt. Aufgestellt werden kann jedes System, das eine Fragestellung umgibt. Wer also etwas in seinem Leben wirklich verstehen und wirksam ändern, klären, weiterentwickeln oder heilen möchte, kann sich mit Hilfe einer emotionalen Prozess Aufstellung auf den Weg machen.
Aufstellungen sind erstaunlich wirksam. Immer wieder erfahren wir mit ihrer Hilfe die verblüffende Wandlung eines scheinbar unlösbaren Problems, die wundersame Heilung eines angeblich unheilbaren Leidens. Eine Aufstellung kann zwar nicht von einem Moment zum anderen alle Probleme unseres Lebens lösen - dazu ist das Phänomen Leben einfach zu komplex - doch wir werden danach mit Sicherheit wenigstens etwas wissender, erlöster, heiler und ganzer sein.
Dem bisherigen Bedarf entsprechend haben sich - neben Familienaufstellungen - folgende weitere Hauptthematiken herauskristallisiert: Krankheitsaufstellungen (sowohl körperliche, als auch psychische Krankheiten aller Art), Organaufstellungen (Aufstellungen zu einzelnen Organen des Körpers),
Außerdem:
Problem- und Konfliktaufstellungen (z.B. Bei Mobbing, Verschuldung,...), Aufstellungen zu Lebensfragen (z.B. Wünsche, Träume, Ziele, Ängste in der Beziehung zu anderen Menschen, in Beruf und Partnerschaft), Aufstellungen zu Fragen der persönlichen Entwicklung (zur Entwicklung des Lebenswegs und Klärung des Lebensziels).
Die Idee der Aufstellung von Systemen basiert auf folgender Einsicht:
Menschliches Erleben entsteht nicht isoliert, sondern ist immer in mehr oder weniger komplexe Systeme eingebunden, in denen viele Komponenten zusammenwirken und ein Ganzes bilden. Jede Komponente (also jede beteiligte Person, ihre betroffenen Anteile, sowie jede weitere mitwirkende Energie) ist fester Bestandteil des bestehenden Systems und steht mit allen anderen Komponenten in Wechselwirkung.
Probleme, Ängste, Wünsche und Krankheiten von Menschen sind also immer Teil eines jeweils eigenen Systems. Ist ein Element krank, so ist das System als Ganzes krank - und umgekehrt. Die Heilung einer Krankheit, die Lösung eines Problems ist oft in das gesamte System integriert und mit der Heilung und Lösung eines Problems geschieht auch Heilung im gesamten System. Systeme sind relativ stabile Anordnungen, die sich meist über Jahre hinweg ausgebildet haben. Handlungsbedarf, ein einmal gefestigtes System zu ändern, empfinden nur die Anteile, die unter dem jeweiligen System leiden. Das heißt: im scheinbar schwächsten Element wohnt das Entwicklungs- und Heilungspotential - also die größte Stärke des Systems. Die Person, die im Rahmen ihres familiären und sozialen Umfeldes krank wird, ist die, die das gesamte System, in das sie eingebunden ist, ändern und heilen kann. Die übliche gesellschaftliche Abwertung kranker Menschen steht also im völligen Gegensatz zu deren tatsächlicher Bedeutung.
Eine Wandlung durchzusetzen, gegen andere Menschen und Energien die im System keinem oder nur geringem Leidensdruck ausgesetzt sind, ist oft sehr schwierig. In der Regel muss die betroffene Person deshalb außerhalb des Systems Unterstützung und Hilfsmittel suchen.
Ein mögliches Hilfsmittel sind die emotionalen Prozess Begleitungen: In Diesen Einzelbegleitungen können sich belastende Elemente eines Systems in inneren Bildern zeigen und klären. Die Intimität dieser Methode hat große Vorteile. Doch in der fließenden Abfolge innerer Bilder wird es schwierig, das jeweilige System als Ganzes zu erfassen und zu verstehen.
Ein System als Ganzes zu erfassen, zu verstehen und zu heilen erfordert, mit allen Beteiligten des Systems gleichzeitig zu arbeiten. Wie aber kann ich die einzelnen Komponenten eines Systems dazu bringen zusammenzukommen? Im physischen Leben geht das nicht, Denn wie sollte es beispielsweise gelingen, einen despotischen Arbeitgeber für eine klärende Therapiesitzung zu gewinnen? Schlimmer noch: Wie sollten ein ungeborenes Baby oder eine verstorbene Person anwesend sein können, um uns ihr Leiden mitzuteilen? Wie eine Niere ihre Bedürfnisse und Gefühle selbst in Worte fassen?
Aus dem Wunsch, alle beteiligten Elemente einzuladen, um ein systeminternes Problem gemeinsam zu lösen, entstand die Idee, Systeme mit Hilfe von StellvertreterInnen aufzustellen. Genau dies geschieht in emotionalen Prozess Aufstellungen.
Wie funktionieren emotionale Prozess Aufstellungen? Wieso können fremde Menschen als StellvertreterInnen in meiner Wirklichkeit wirksam werden?
Systemische Aufstellungen, wie die emotionalen Prozess Aufstellungen oder die Familienaufstellungen nach Hellinger gehen davon aus, dass die einzelnen Anteile eines Systems nicht selber anwesend sein müssen, sondern StellvertreterInnen ihre Rollen übernehmen können. Mit Hilfe der StellvertreterInnen erhalten alle Elemente eine eigene Stimme und Ausdrucksfähigkeit - und zwar unabhängig davon, ob sie in der physischen Realität darüber verfügen.
StellvertreterIn für eine Komponente eines fremden Systems zu sein ist nichts Besonderes. Im alltäglichen Leben werden wir häufig zu StellvertreterInnen, jedoch ohne uns dessen bewusst zu sein.
Wir kennen vor allem eine Rolle: die Rolle, mit der wir uns identifizieren. Sie setzt sich aus vielen kleinen Rollen zusammen. Mit Diesen sind wir auf vielerlei Weise so sehr verwoben, dass sie uns immer wieder vereinnahmen und deshalb unser Schicksal bestimmen.
Aus Furcht, unsere Identität zu verlieren versuchen wir unserer vertrauten Rolle und ihrem System möglichst treu zu bleiben. Fänden wir allerdings die Zeit in uns hineinzuhorchen, so würden wir bemerken, dass sich in uns, in ständigem Wandel, subtile Gefühle bewegen: Gefühle, die - wenn wir sie leben lassen - uns Wege in noch ganz andere Rollen und Identitäten weisen.
In Momenten, in denen wir die bewusste Kontrolle über unser Verhalten verlieren, wird dies transparent: So werden wir vielleicht plötzlich gegenüber einer autoritären Lehrerpersönlichkeit zum "Kind". Wir handeln, sprechen und fühlen aus der Haltung des Kindes heraus. Wir werden so lange zum Kind, bis wir das System, in das wir geraten sind, erkennen, und unserem inneren Gefühlsimpuls die Gefolgschaft verweigern. Viele von uns haben erlebt, wie eine vertraute Person in einem neuen Kontext kaum wieder zu erkennen war - ganz so als wäre sie plötzlich ein anderer Mensch.
Gefühle wandeln sich parallel zum Umfeld. Das heißt: mit jedem neuen System, in das wir geraten, wird uns eine neue Rolle angeboten. Systeme und ihre Rollen nehmen ständig Einfluss auf unsere Haltung und damit unser Empfinden. Über die Qualität der jeweils angebotenen Rolle geben unsere Stimmungsschwankungen Auskunft.
In wie weit wir allerdings die angebotenen Rollen annehmen und ausfüllen, hängt davon ab, wie sehr wir unseren Stimmungsschwankungen erlauben, unser Verhalten zu beeinflussen. Und dies können wir bis zu einem gewissen Grad selbst bestimmen.
Rollen sind nicht zwingend an einzelne Personen gebunden. Wird eine gesellschaftliche Rolle periodisch neu vergeben, so weisen manchmal alle, die sie nacheinander bekleiden, bestimmte Ähnlichkeiten in Ausdruck und Verhalten auf. Interessant ist auch, dass dieselbe Rolle von mehreren Menschen gleichzeitig belegt werden kann. Als unbewussten Vorgang erleben wir dies in den unteren Riegen von Hierarchien, sowie in Massenhysterien. So ertappen wir uns vielleicht eines Tages dabei, zusammen mit unzähligen Gästen eines Empfangs gierig ans Buffet zu stürzen - und das, obwohl wir vielleicht nicht einmal hungrig sind.
Als bewussten Vorgang setzen wir die Möglichkeit der Mehrfachbelegung in Aufstellungen ein: Hierin liegt der Grund, warum völlig fremde Menschen einzelne Rollen eines im "wirklichen Leben" vollständig besetzten Systems zeitweilig übernehmen können.
Menschen können also in unterschiedlichen Systemen unterschiedliche Rollen bekleiden. Das heißt: unser Sein hängt weder von einem System, noch von einer bestimmten Rolle ab. Unser wahres Sein besteht außerhalb von Systemen und Rollen.
Umgekehrt heißt dies, dass Systeme auch nicht von uns abhängen. Systeme existieren unabhängig von ihren "BewohnerInnen". Sie bieten uns nur Rollen an. Wer eine Rolle besetzt, ist dem System letztlich egal.
Dieses Phänomen machen wir uns in Aufstellungen zu Nutze: Indem wir ein System möglichst exakt benennen und ihm Raum - das heißt die ungeteilte, wohlwollende Aufmerksamkeit aller Anwesenden - geben, laden wir es in den geschützten und isolierten Raum unserer Gruppe ein. Auf diese Weise können wir es komplett neu besetzen. Menschen, die im Rahmen einer Aufstellung eine Rolle übernehmen nennen wir StellvertreterInnen.
Alle Anwesenden einer Aufstellung, die bereit sind, sich von dem, was die betroffene Person zu sich und ihrem Thema erzählt, berühren zu lassen, werden eine mehr oder weniger subtile Gefühlsregung dazu in sich wahrnehmen. Fühlen wir mit der betroffenen Person mit, so fühlen wir uns bereits in das betroffene System ein. Unsere Gefühlsregungen sind also bereits Wahrnehmungen des Systems und seiner Rollen.
Diese Gefühlsregungen nehmen wir in den emotionalen prozess aufstellungen sehr ernst, denn sie sind bereits ein möglicher Einstieg ins System: wer gleich zu Beginn eine bestimmte Energie in sich spürt, verkörpert sie auch während der Aufstellung - soweit dies mit den Gefühlen und Wünschen der aufstellenden Person vereinbar ist.
In einer Aufstellung kommen Menschen bewusst zusammen, um die Rollen eines bestimmten Systems neu zu bekleiden. Das heißt: anders als im "wirklichen Leben", wo bestimmte Menschen gewohnheitsmäßig bestimmte Rollen beanspruchen, kann sich in diesem geschützten Rahmen jede beliebige Person theoretisch in jede beliebige der angebotenen Rollen begeben.
Da es explizit darum geht, sich von der Energie der Rolle selbst führen zu lassen, kann ich hier - anders als im Alltag - jede beliebige, auch noch so ungewohnte oder unschickliche Regung zulassen, benennen und gegebenenfalls artikulieren. Auf diese Weise werde ich mir "meiner" Rolle, die ich als StellvertreterIn im aufgestellten System einnehme, bewusst. Auf diese Weise wird auch für alle anderen die Bedeutung dieser Rolle als Teil des Systems sichtbar und somit therapierbar.
Wenn wir systemische Aufstellungen machen, so nutzen wir also einfach eine wunderbare menschliche Fähigkeit: Die Fähigkeit in Rollen einzutauchen.
Dass wir als veränderliche Anteile in unterschiedlichste Systeme eintauchen können, ist eine phantastische Möglichkeit. Sie erlaubt uns das Eins-Sein mit dem jeweiligen Umfeld. Sie ermöglicht uns gelebte Erfahrungen zu sammeln und Entwicklungen durchzumachen. Und: sie erlaubt uns, unterschiedlichste Systeme von innen heraus zu verändern. Viele spirituelle Schulen erkennen in dieser Möglichkeit den eigentlichen Sinn unseres irdisch-menschlichen Daseins.
... geht gleich weiter
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Die verstehen sehr wenig,
die nur das verstehen,
was sich erklären lässt !
(Marie von Ebner-Eschenbach)
Gabi, auch bekannt als: ICH, Switch + witch
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16.10.2007 22:27 |
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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so ... weiter geht es
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Halten wir fest: Die Rollen, die StellvertreterInnen in Aufstellungen einnehmen, sind den Rollen, die wir im Alltag bekleiden, vergleichbar. Der einzige Unterschied ist, dass sich in Aufstellungen StellvertreterInnen bewusst dafür entscheiden, einen bestimmten, benannten Platz in einem bestimmten, benannten System einzunehmen.
Da Systeme unabhängig von ihrer jeweiligen Rollenbesetzung existieren, ist es vollkommen egal, wer eine Rolle besetzt und wer ein System bewegt. Jede im System erreichte Veränderung ist für jede beliebige Rollenbesetzung dauerhaft wirksam. Die Wirkung überträgt sich vollständig, denn sie ist nicht an Individuen, sondern nur ans System gebunden.
Wird also im Rahmen einer Aufstellung ein System durch StellvertreterInnen weiterentwickelt, so muss und wird sich dies auf die Menschen und Elemente auswirken, die die Rollen normalerweise bekleiden.
Es ist also schlicht logisch, dass die Weiterentwicklung eines Systems im Rahmen einer Aufstellung die am System beteiligten Menschen verändert - und zwar für immer.
Machen wir uns dies bewusst, so verliert das Phänomen der systemischen Aufstellungen seine Aura des Mysteriösen.
Systeme aufstellen
Ist mir bewusst, dass Systeme eigenständige immaterielle Existenzen sind, die nicht an bestimmte (lebende) Personen gebunden sind, so ist auch nicht weiter verwunderlich, dass in einem System Elemente mitwirken können, die zum Zeitpunkt der Aufstellung nicht über einen physischen Körper verfügen. Denn solange ein System unverändert besteht, bestehen auch die entsprechenden Rollen.
Das heißt: Tote leben weiter und beeinflussen das Sein der Lebenden, solange dies dem System entspricht. Die Rollen und ihr Einfluss bleiben wirksam, bis das entsprechende Element wahrgenommen, erlöst und verabschiedet werden kann. Aus diesem Grunde integrieren Systeme häufig längst verstorbene Menschen, nie geborene Babys und ungelebte Gefühle.
Da ich als StellvertreterIn jede Rolle eines Systems einnehmen kann, kann ich mich auch in die Rolle eines Verstorbenen begeben und aus seiner Energie heraus fühlen und agieren. Ich kann selbst die Rolle einer kranken Hüfte oder so abstrakte Elemente, wie "die Erschöpfung" oder "den Tod", verkörpern. Indem einem körperlosen Element ein Körper zur Verfügung gestellt wird, kann es in der Aufstellung angesprochen werden und sich auf physischer Ebene sichtbar ausdrücken. Diese Ebene der Kommunikation nutzen wir dann für den Prozess der Wandlung und Heilung.
Aus welchen Komponenten sich das jeweilige System um eine Person und ihr Problem zusammensetzt, erfahren wir durch die betroffene Person selbst. Indem wir mit ihr zusammen in Gegenwart, Vergangenheit, und Zukunft nach Resonanzen zum Thema forschen, versuchen wir die wesentlichen Komponenten zu identifizieren und auf eine überschaubare Anzahl zu reduzieren.
Anteile eines Systems können Familienmitglieder (auch weit zurückliegender Generationen), Freunde, Feinde, ArbeitskollegInnen, Institutionen, Orte, Körperteile (z.B. Kopf, Herz, kranke Organe, Tumore), Symptome (z.B. Zittern Schmerzen, Verspannungen), Gefühle (z.B. Angst, Trauer, Schmerz) und überpersonale Erscheinungen (z.B. Liebe, Leben, Tod) sein.
Unsere Familien sind die langjährigsten Systeme, in die wir eingebunden sind, weshalb Anteile der Familie an fast jedem unserer Probleme beteiligt sind. Aus diesem Grunde stellen wir in der Regel mindestens zwei StellvertreterInnen für die Familie (eine Person für die weibliche und eine für die männliche Linie) mit auf.
Systeme sind komplexe, Raum- und Zeit übergreifende Gebilde. Manchmal ist es unmöglich, sie vorneweg komplett zu erfassen und alle entscheidenden Positionen zu benennen. Oft liegen zentrale Elemente als Familiengeheimnisse im Verborgenen, reichen viele Generationen zurück oder sind längst in Vergessenheit geraten. Daher kann die fühlende Wahrnehmung im "Publikum" wertvolle Hinweise geben und das System vervollständigen: Werden ZuschauerInnen von Emotionen erfasst, so kann es sein, dass sich hier ein zum System gehöriges Element zeigt, das bislang niemand in Betracht gezogen hatte.
Spürt also zu Anfang oder im Verlauf der Aufstellung eine bislang unbeteiligte Person in sich starke Gefühle, so ist sie eingeladen, sich mitzuteilen und gegebenenfalls als Teil des Systems in die Aufstellung einzusteigen.
Die Gefühle aller Beteiligten erfahren absolutes Vertrauen und Respekt, denn als möglicher Spiegel von wesentlichen Aspekten des Systems sind sie die die Quelle der systeminternen Wahrheit. Anders als wir es kennen sind in emotionalen prozess aufstellungen Störfaktoren sogar willkommen.
Weiß jemand seine Gefühlsregungen nicht gleich zu interpretieren und seine Rolle zu benennen, so reicht es durchaus, den Gefühlen zu vertrauen, sich von ihnen leiten zu lassen und sie auszudrücken. Irgendwann wird sich dann entschlüsseln, welches Element hinter der namenlosen Rolle steckt.
Diese Form der Aufstellung kann unter Umständen chaotisch wirken und gelegentlich verwirrt sie BeobachterInnen durch eine ausdrucksstarke Eigendynamik. Doch sie öffnet wesentlich weitreichendere Möglichkeiten, als die üblichen Familienaufstellungen, die von vorne herein bestimmte Ausgangspositionen, Standardrollen und Lösungsraster vorgeben. Hier dagegen bekommt alles, was Teil des Systems ist - was auch immer es sei -, die Chance sich in einer der anwesenden Personen zu manifestieren und am Prozess der Aufstellung teilzuhaben.
StellvertreterIn sein
StellvertreterIn kann jede bei einer Aufstellung anwesende Person werden, die dazu bereit ist. (Selbstverständlich sind alle Anwesenden frei, die Teilnahme abzulehnen.) StellvertreterIn zu werden bedarf keiner Ausbildung und keiner besonderen (z.B. übersinnlichen) Fähigkeiten. Wir alle wurden vom Leben längst in dieser Fähigkeit geschult.
Während einer Aufstellung fühle ich vielleicht, dass ich zu bestimmten Personen im Raum eine Beziehung habe und zu anderen nicht. Gefühle, die ich innerhalb eines fremden Systems erlebe, können durchaus konträr zu meinem zwischenmenschlichen Erleben im Alltag sein.
Menschen, die mit den Wandlungen ihres Gefühlslebens nicht vertraut sind, befürchten oft, als StellvertreterInnen in einer Rolle nichts oder falsch zu fühlen. Doch diese Angst ist unbegründet. Spätestens wenn alle zueinander in Position gestellten StellvertreterInnen zum ersten mal nach ihrem Befinden und den Gefühlen zu anderen Elementen des Systems gefragt werden, können alle Beteiligten - auch die, die zunächst nichts Besonderes in sich wahrnahmen - etwas äußern. Selbst wenn StellvertreterInnen sich zu niemandem hingezogen und von niemandem abgestoßen fühlen sollten, selbst wenn sich keinerlei Emotion in ihnen regt, offenbart sich genau darin ein erster bewusster Einblick in die Bedeutung der jeweiligen Rolle und in die gesamte Problematik des Systems.
Da ich als StellvertreterIn bewusst in die Energie einer Rolle eintauche, weiß ich immer, dass ich diese Rolle nicht bin. Ich kann sie deshalb auch jeder Zeit bewusst wieder verlassen und in "mein eigenes Energiesystem" zurückkehren.
Ganz selten bleiben StellvertreterInnen gegen ihren Willen in der Rolle stecken. Dies kann geschehen, wenn die fremde Energie in uns auf einer Ebene Resonanz macht, über die unser Willen keine Macht hat. Sollte das geschehen, so ist es unbedingt wichtig, dies der Aufstellungsleitung mitzuteilen. Dann können wir das Zurückgebliebene gemeinsam lösen und verabschieden.
Die Emotionen, durch die StellvertreterInnen gehen, sind zwar gelegentlich stark, jedoch nie so unaushaltbar, wie sie für die mit der Rolle identifizierte Person wären. Im Verlauf der Aufstellung erleben StellvertreterInnen die Wandlung der Emotionen in sich als einen Reinigungsprozess.
An den Stellen, wo das fremde System, in das ich mich als StellvertreterIn begebe, mein eigenes berührt, heile ich, mit dessen Heilung, selbst ein Stückchen.
StellvertreterIn zu sein schult die Selbstwahrnehmung: es vertieft die Beziehung zum eigenen Körper und Gefühlsleben.
Erlebe ich als StellvertreterIn, dass das, was ich fühle, wahr ist, und lerne ich in welcher Weise ich meine Gefühle anderen Menschen respektvoll mitteilen kann, so gewinne ich Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und soziale Kompetenz.
StellvertreterIn zu sein ist durchaus etwas, das mir selber nützt.
Aufstellungen sind für alle Beteiligten ein Geschenk.
Für Personen, die ihr System aufstellen lassen, ist schon die Möglichkeit, die eigene Rolle einmal von außen betrachten zu können, sehr heilsam:
Denn "spielt" und erleidet mal jemand anderes unsere Rolle, so erleben wir, dass unser Leid, unsere Emotionen und unsere Wahrnehmungen objektiv real und aus dem System heraus berechtigt sind. Vielleicht können wir dann zum ersten Mal in unserem Leben Mitleid und Sympathie für uns selbst empfinden.
Systeme wandeln und heilen: der Aufstellungsprozess und seine Lösung
Wie bei jeder emotionalen prozess arbeit wird den einzelnen Elementen während der Aufstellung immer wieder ungeteilte Aufmerksamkeit und Zuwendung zu Teil. Sie werden von der aufstellungsleitenden Person in achtsamer Weise so lange begleitet, bis Kommunikation, Verstehen, Begegnung und Loslassen möglich sind. Jedes Element wird wahrgenommen und gewürdigt als das, was es ist. Jedes Element kann seine Gefühle und Bedürfnisse mitteilen und schließlich im Einklang mit den anderen Elementen seine persönliche Erfüllung finden.
Dies geschieht auch und gerade, indem die Elemente untereinander kommunizieren. Die Aufstellungsleitung gibt hierzu Hilfestellung und vermittelt. So ist das ganze Feld ständig mehr oder weniger stark in Bewegung. Die einzelnen Rollen bewegen sich parallel zum Prozess. Das heißt: die StellvertreterInnen verändern frei Standort und Haltung, wodurch ihr jeweiliger Zustand sichtbar wird.
Der Fokus der Aufstellungsleitung wechselt immer zum jeweiligen Brennpunkt. Je nach Bedarf setzt sie dort die Methode der emotionalen prozess arbeit als kurze Einzelbegleitung oder als Gruppenarbeit ein. Dies löst den jeweiligen Brennpunkt auf und der Prozess der Wandlung kann weiter fließen.
Die Aufstellung endet nicht (wie üblicherweise in Familienaufstellungen) in einem vorherbestimmten Bild oder "heilsamen" Schema. Wie bei jeder emotionalen prozess arbeit endet der Prozess darin, dass es möglichst allen Elementen des Systems gut geht. Wann es ihnen gut geht, wissen und benennen die Elemente selbst. Jede Aufstellung nimmt also eine individuelle Entwicklung. Sie folgt der inneren Logik und Weisheit des jeweiligen Systems.
Sind alle Elemente des Systems mit sich und den übrigen Elementen im Einklang, so ist das System, in dem sich das Problem manifestiert hatte, "geheilt". Dies bedeutet, dass sich das Problem selbst ebenfalls verändern wird - auch außerhalb des geschützten Raums.
Gelegentlich erleben wir, dass sich ein Problem unmittelbar nach einer einzigen Aufstellung vollständig auflöst. Es können aber auch einige Wochen vergehen, bis die Veränderung im Alltag wahrnehmbar wird.
Praktisches:
Bevor man ein eigenes Thema aufstellt, empfiehlt es sich als StellvertreterIn an Aufstellungen anderer Menschen teilgenommen zu haben. Hat man am eigenen Leib erlebt, wie Aufstellungen funktionieren, so kann besser einschätzen, was in der eigenen Aufstellung passiert.
Aufstellungen finden in einem geschützten Raum statt. Das heißt: Erlebtes darf weitererzählt werden, jedoch niemals in Verbindung mit Namen oder anderen persönlichen Daten, die die Identifizierung beteiligter Menschen möglich machen würden. Dieser Vereinbarung ist für alle Beteiligten bindend, denn auf ihr gründet die für jede Form der Gruppenarbeit notwendige Vertrauensebene.
Sollten Sie als StellvertreterIn einmal gegen ihren Willen in der fremden Rolle stecken bleiben (was nur ganz selten passiert), dann geraten Sie bitte nicht in Panik, denn es kann Ihnen nichts Schlimmes geschehen. Teilen Sie es bitte einfach der Aufstellungsleitung mit. Sollten Sie es erst zu Hause bemerken, so wenden Sie sich bitte . Dann können wir das Zurückgebliebene gemeinsam lösen und verabschieden.
Nach einer eigenen Aufstellung sollte man sich möglichst Ruhe gönnen.
Man sollte vermeiden, das Wahrgenommene und Geschehene - und sei es noch so bedeutungsschwanger - zu zerreden. Manche Systeme entfalten ihre Wirkung erst langsam. Es ist gut, dies einfach geschehen zu lassen.
Konnte ein System nicht vollständig in einen erlösten Zustand geführt werden, oder manifestiert sich nach der Aufstellung eine neue Ebene des Problems, mit neuem System, so empfehlen wir, dem System trotzdem Zeit zu lassen, und falls möglich mindestens einige Wochen bis zur nächsten Aufstellung zu warten, um das, was sich in der ersten Aufstellung zeigen und geschehen konnte, gebührend zu würdigen.
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Die verstehen sehr wenig,
die nur das verstehen,
was sich erklären lässt !
(Marie von Ebner-Eschenbach)
Gabi, auch bekannt als: ICH, Switch + witch
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16.10.2007 23:10 |
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guennidaspferd unregistriert
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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Hallo Leute,
ja geht's eigentlich noch? Das war ja eine geballte Ladung an Heilemach-Power, die ihr mir da freundlicherweise zugebeamt habt. Vielen vielen Dank für eure Mühen. Mir geht's jetzt schon besser, allein durch eure Reaktion auf mein Gewinsel.
Und nur gute Ansätze in euren Ratschlägen. Echt der Hammer. Woher könnt ihr das eigentlich so gut?
Switch, bist Du des Wahnsinns fette Beute?
Hätte es einen Beweis gebraucht, dass ihr verdammt gut seid, dann wäre er hiermit erbracht.
Ach ich könnt euch alle knuddeln
Nochmals, Merci! Ich wünsch euch eine geile Zeit
galoppl, galoppl pferd
Hab zum Dank noch ein Gedicht für euch geschrieben.
Mein Name ist Pferd, denn ich steh auf der Erd'
hinge ich in der Luft, dann wär mein Name Pfluft.
Und das wär doch peinlich.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von guennidaspferd: 18.10.2007 19:59.
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18.10.2007 19:58 |
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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Hey Switch,
verräts Du mir Deine Quelle, würde gerne mehr darüber erfahren.
Danke ate
__________________ Verzeihen ist die schwerste Liebe
Albert Schweitzer
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18.10.2007 21:02 |
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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mom Ate ,
... ich suche
lg
Switch
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(Marie von Ebner-Eschenbach)
Gabi, auch bekannt als: ICH, Switch + witch
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18.10.2007 22:24 |
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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Hallo Ate,
http://www.energietorederseeleoeffnen.de/
DIE ... gehört auch noch zu uns.
... habe SIE aber noch nicht eingeladen.
warum auch immer
Switch
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(Marie von Ebner-Eschenbach)
Gabi, auch bekannt als: ICH, Switch + witch
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18.10.2007 22:30 |
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| RE: Krankheit - was soll das? |
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[quote]Original von guennidaspferd
Ha
Switch, bist Du des Wahnsinns fette Beute?
/quote]
NEEEEEEEEEEEE bin ehrlch.
Sonst nix.
Switch
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(Marie von Ebner-Eschenbach)
Gabi, auch bekannt als: ICH, Switch + witch
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18.10.2007 22:55 |
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19.10.2007 | |
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