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Hallo an alle,
seit vielen Jahren mache ich mir Gedanken, über die ich mit niemandem reden kann. In diesem Forum habe ich bemerkt, dass sich viele sehr gut mit Heilung auskennen, vielleicht könnt ihr mir eure Meinung zu meinem Problem sagen.
Mein jüngerer Bruder war nach der Geburt sehr krank und konnte keine Nahrung bei sich behalten. Er wurde von Tag zu Tag schwächer und wäre gestorben, wenn ihn nicht ein Pfarrer, zu dem meine Mutter mit dem Fahrrad hinfuhr, gesundgebetet hätte.
Einige Jahre später bekam ich noch einen kleinen Bruder, der mit 9 Jahren starb. Er ist ertrunken.
Meine Frage ist nun: Kann es sein, dass meine Eltern die Erfahrung machen mussten, dass ein Kind von ihnen stirbt und dass mein zweiter Bruder deshalb auf die Welt kam, weil diese Erfahrung bei meinem ersten Bruder verhindert wurde?
Alles Liebe
Hel
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02.12.2007 10:08 |
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Gugu Hel.
Eine knifflige Sache.
Du fragst quasi nach dem warum und wieso des Todes...
Offensichtlich glaubst du ja, daß es eine bestimmung gibt.
Sag, bist du der Meinung, daß man seiner Bestimmung entkommen kann?
Eschenmann.
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02.12.2007 10:47 |
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Hallo Hel,
wenn sich ganz bestimmte Ereignisse oder Konstellationen im Leben wiederholen sind diese zumindest Lernthema - ob das jetzt karmisch ist oder nicht. Aber nicht nur für die Eltern - sondern auch für Dich. (für alle, die davon betroffen sind)
herzliche Grüße,
Don
__________________ Wege mit Herz sind die einzigen Wege, die es lohnt zu gehen.
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02.12.2007 10:53 |
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Danke für eure Antworten.
@ Eschenmann: Ich glaube, dass man seiner Bestimmung nicht entkommen kann. Man kann sich innerhalb einer breiten Straße zwar frei bewegen und sich frei entscheiden, aber bestimmte Ereignisse kommen auf einen zu, die kann man nicht verhindern.
@ Don Charon: Es stimmt, es war auch ein Lernthema für mich. Bisher dachte ich, wenn damals mein erster jüngerer Bruder gestorben wäre, dann wäre das leichter für mich gewesen, denn ich war erst etwas über 1 Jahr alt. Aber wahrscheinlich wäre es gleich schlimm gewesen und ich hätte idie Trauer von meinen Eltern und die weiteren Auswirkungen auch mitbekommen.
Ich wünsch euch alles Liebe
Hel
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02.12.2007 15:04 |
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Liebe Hel,
ich kann schon nachvollziehen, was du meinst.
Aber ehrlich gesagt, glaube ich es nicht, denn wenn der Zeitpunkt reif gewesen wäre für die Seele zu gehen, dann wäre sie gegangen. Da hätte dann auch --leider-- das anhaltende Beten des Pfarrers nicht geholfen.
Diese Geschichte mit deinem ersten Bruder diente vielleicht auch dazu, deinen Eltern "Glauben" näher zu bringen. In dem sie an die Gebete geglaubt haben, dass sie helfen werden, haben sie für sich etwas "wiederentdeckt".
Das dein zweiter Bruder gehen musste /durfte ( man kann es sehen wie man mag und auch manchmal nicht ganz nachvollziehen im Hinblick auf das junge Alter ) kann einfach damit zusammenhängen, dass seine Seele sich vor dem Inkarnieren eben nicht so schwierige Aufgaben zum Erledigen gestellt und ausgesucht hat. Er hatte eben mit 9 Jahren bereits seine Aufgaben erledigt.
Sicher sollten deine Eltern wiederrum auch etwas "lernen" und du auch--durch den Verlust des Bruders.
Es gibt ja immer noch den freien Willen der Seele. Wir Hinterbliebenen können es manchmal nicht begreifen, warum jemand so "früh" geht. Wir trauern.....wollen ihn zurück.....dabei spielt dann bei uns "unser Ego" eine ganz große Rolle. Die Seele ist gar nicht so traurig--weiß sie doch darum, dass es nach dem physischen Sterben noch weiter geht.
Würden wir "Zurückgelassenen" besser "loslassen" können, gabe es nicht so viele Seelen, die den Weg ins Licht nicht gehen können / dürfen.
Aber das ist nun wieder ein anderes Thema.
Alles Liebe
Moquita
__________________ Glücklichsein und Liebe wird niemals weniger, wenn es mit anderen geteilt wird. :>)SARVA - ANTAH------------------ALLES IST IN UNS
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02.12.2007 15:12 |
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gugu.
Danke schön, Moquita. Du hast mir so ziemlich alles vorweggenommen.
In dieses sterben, und für wen was jetzt welche aufgabe ist, fließen soviele Faktoren ein, daß wir nur einzelne Blickwinkel betrachten können. Und dann bleiben selbverständlich Fragen. Es ist wohl sinnvoller, das ganze als ökologische Einheit zu betrachten, indem "des einen Leid des anderen Freud" ist, und die erfüllung der Lernaufgabe des einen auch die der Lernaufgabe des anderen ist.
Eschenmann
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02.12.2007 15:17 |
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