Meine erfahrung als Krebskranker
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Meine erfahrung als Krebskranker |
peroja unregistriert
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Meine erfahrung als Krebskranker |
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Als ich im Frühjahr 2001 auf dem höhepunkt meiner Sportkarriere als Rennfahrer stand, nur ein Jahr nachdem ich den ISCA Weltmeistertitel im Kart Formel C in Brasillien gewann, erst 34 Jahre jung dachte ich nie im Leben dass etwas mit mir passieren würde was mein ganzens Leben mit einem Schlag komplett über Nacht an einem seidenen Faden hängen könnte. Damals fuhr ich nach einer Zwangspause durch einen schrecklichen Unfall welchen ich in Florida in der Deutschen Formel 2000 Meisterschaft.
Eines Nachst, ich wohnte damals in Basel und mein Maneger gleich enebenan im gleichen Haus erwachte ich weil ich beinahe am ersticken war. Ich hatte schon im vorfeld ab und zu Schmerzen in der Brust beim Training aber ich dachte dass ich es einfach übertrieb. Damals erwachte ich und konnte beinahe nicht atmen. Ich geriet in panik und wählte die Nummer meines Managers der sofort rüberkam. Ich weiss noch es war Nachts um 3 Uhr. Ich war offenbar ganz blau im Gesicht und er rief den Notruf. Unterdessen habe ich eine möglichkeit gefunden wieder zu atmen aber er knirschte und röchelte und mein Atem ghing sehr schnell. Im Krankenhaus kam ich sofort in den Computer Tomograph wo festgestellt wurde dass mein rechter Lungenflügel komplet kolabiert ist. Ausgelöst durch einen Faustgrossen Tumor der mitten zwischen den beiden Lungenflügeln wuchs. Ich wurde sofort in eine Vakumkammer gesteckt und unter CT führung wurde das Loch zugenäht. es war winzig. gerade mal 2mm aber es hat gereicht um das Vakum in welchem die Lunge eingebetet ist kolabieren zu lassen. Danach hat man eine CT gesteuerte Biopsie vom Tumor gemacht.
Das Ergebnis war der reisnste Horror. Ich hatte ein bösartigen Non Hodkin mit ableger in der Milz und Niere und Leber und im Rückenmark. Ich durfte gar nicht mehr nach Hause. Ich musste über 2 Wochen lang einen Test nach dem andern durchziehen. 3 Wochen danach bekam ich die erste Chemptherapie Session (Chop genannt) Ich war 14 Monate Lang in Behandlung. Die ersten 3 Monate musste ich stationär im Krankenhaus bleiben und durfte erst dann wieder nach Haue um die weiteren Behandlungen dann jeweils an bestimmten Tagen zu machen. Im Spätherbst hatte ich so gut wie keine Tumormasse mehr und man wollte mit der bestrahlung beginnen nach einer erholungsphase von 1 Monat da mir die Chemotherapie doch schwerst zugesetzt hat. Als ich dann voller tatendrang nach diesem einen Monat ins Krankenhaus ging und standardmässig ein Blutbild im Labor machte kam der Schock. meine Blutwerte waren schlimmer als einige Monate zuvor und man machte sofort ein weiteres CT. Ich sah schon die Ärzte im nebenraum aufgeregt miteinander diskutieren und wusste sofort: Es war schlimm. Immer wieder sah ich wie der eine oder andere Arzt zu mir rübersah. Nach bangen 30 Minuten kam einer der Herren und meinte man wolle ein so genanntes PET machen. Ein verfahren in welchem dem Patienten radioaktiven Zucker ins Blut gespritzt wird welches dann die eigenschaft hat bei Tumoren "hängen zu bleiben" eine spezielle Kamera könne die Radioaktiven ansammlungen dann auswerten. Mein damaliger Onkologe sagte mir dass ich einen Rückfall hätte und man abklären müsse in welchem ausmasse. Dass ich wohl viele kleine Tumore hätte aber man sich sicher sein wolle. Nach 4 Stunden wusste ich bescheid. Mein ganzer Körper war übersät davon. Das war wohl das schlimmste was mir ein Arzt je sagen musste. An diesem Tag brach auch meine zuversicht zusammen denn erstmals kam ein Psychologe dazu welcher dann sagte dass ich mit dem schlimmsten Rechnen müsse und es besser wäre meine Familie zu informieren. Die Chemotherapie habe nicht angeschlagen und man wisse nicht weshalb. Der krebs den ich hatte ist höchst gefährich aber im anfangsstadium sehr gut behandelbar und Patienten bis 40 Jahre haben eine 80% überlebens chance. Ein Mädchen welches zur gleichen Zeit mit mir dort war, erst 19 jahre alt hat 2 monate gekämpft und starb. Das hat mich damals ganz schlimm hinunter gerissen weil ich sie sehr mochte und sie trotzem immer lächelte und mutig war. Ich fand es damals unfair weil ich älter war als sie und mir ging es immer besser und ihr immer schlechter. Aber wusste dass sie gehen musste. Sie hatte keine Angst. Aber ich. Und nun dachte ich dass ich sie bald wieder sehe. Ich bin am nächsten tag nach Hause zu meinen Eltern gefahren und musste meiner Mama und meinem Papa am Küchentisch sagen dass ich höchstens noch 3 Monate habe. Meine Mutter ist fast zusammen gebrochen. das war für mich ein schwerer Schitt. Sogar mein Papa weinte und ich hab Ihn noch nie weinen gesehen.
Dies war der Tag an welchem ich das erste mal ernsthaft damit auseinandersetzte dass ich nun tatsächlich sterben werde. Damals dachte ich nicht wie heute. Damals hatte ich richtig Angst. Ich wollte nur noch nach Hause und vergessen dass ich Krebs hatte. Ich wollte wieder "normal" sein. Das erste was ich dachte, ich nehm Schmerzmittel bis dies nicht mehr nützt, ich geniesse noch ein paar Wochen und dann wenn es anfängt schlimm zu werden mach ich Suizid.
2 Wochen später hat mein Onkologe mitten in der Nacht angerufen. Er hat ein Telephnanruf aus den USA bekommen von einem Spezialisten welcher sich sehr sicher war dass er mir helfen kann mit einem neuen verfahren. Ich solle sofort ein paar Kleider packen. Er komme mich abholen. "Unser" Flug gehe um 9 Uhr. Ein Tag später war ich mit meinem Onkologen in Detroit im besprechungszimmer eines Typen der aussah wie Einstein und welcher mir als totler Wirrkopf erschien. Aber er war Professor an einer dort renomierten Spezialklinik. Er sagte mir dass er mich nun in die Hölle schicke. Alles was ich bisher durchgemacht habe sei ein Spaziergang gewesen. Ich hab fast in die Hose gepisst vor Angst denn ich empfand schon meine bisherige Behandlung scheisse.....Aber ich Unterschrieb. Und das Rettete mein Leben. Die nächsten 6 Wochen waren Feuer im Körper 100'000 Messerstiche, Herzstillstände und Wiederbelebungen. Blut erbrechen und noch vieles mehr. Als ich fertig war, war ich ein Lebloses, willenloses 50KG Bündel welches schlaff und mehr tot als Lebendig im Rollstuhl nach Hause durfte. Aber ich lebte und ich hatte keinen einzogen Tumor mehr, meine Blutwerte waren den umständen entsprechend gut. 2 Monate später fing ich wieder an zu laufen und etwas wenig fitness zu machen.
Heute bin ich ein glücklicher Mann denn ich habe ein zweites Leben geschenkt bekommen. Ich musste zwar darum kämpfen aber es hat sich gelohnt. Ich lebe und geniesse jede Sekunde
euer pero
Edit Jeriko_MOD: Link gelöscht, bitte die Forenregeln beachten.
Keine externen Links vor dem 30. Posting
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21.02.2008 01:51 |
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Alegria unregistriert
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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Hallo Pero,
da bekomme ich Gänsehaut. Es freut mich, dass du alles so gut überstanden hast und du heute bei uns bist um von deinem Leben zu erzählen. Auch habe ich mir deine Musik angehört. Sie gefällt mir recht gut. Sie erinert mich an Karat und die Bots.
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21.02.2008 02:24 |
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Angel unregistriert
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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lieber pero,
starker tobak den du da er und durchleben musstest.
ich weiss darauf immo gar nichts drauf zu antworten...
Würde dich gerade gerne nur ganz fest
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21.02.2008 02:25 |
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peroja unregistriert
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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tut mir leid für die vielen fehler aber ich stehe im moment unter antibiotika weil ich eine bauchfell entzündung habe. ich hab wie ein drogenkopf haha. aber ich glaube ihr habt es verstanden was ich schrieb. ich habe viele zeitungsartiekl von meiner renn karriere. wenn jemand diese sehen will ann er mir eine PM schicken ich sende dann links
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21.02.2008 03:10 |
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Sidonia unregistriert
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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Hallo grosser Bruder
Als ich deine Zeilen gelesen hatte kamen mir wieder die Tränen
Das Mam und Dad geweint haben wusste ich nicht,aber sie sagten mir das du nicht mehr lange leben wirst.
Für mich brach damals eine Welt zusammen,da ich ja auch noch nicht den spirituellen Weg genommen hab.
Als ich später erfuhr das du in Amerika behandelt wurdest,so hatte ich neue hoffnung geschöpft das du es überleben wirst.
Heute bin ich einfach nur noch dankbar und froh sehe ich die dinge nicht mehr so grau und hoffnungslos,
und weiss das es auch anders rauskommen kann egal wie schlimm etwas aussehen mag !
Es gibt immer zwei Wege und einer davon darf man auswählen,
welchen man gehen möchte
liebe grüsse
Sidonia
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21.02.2008 07:36 |
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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Lieber Peroja,
ich hatte gar nicht die Absicht, diesen Deinen Thread zu lesen, ich bin eher zufällig da hinein "gefallen".
Und nun sitze ich hier und versuche mir vorzustellen, wie es wäre wenn mich ein Schicksal wie Deines träfe. Und --
es geht nicht. Ich kann es mir nicht vorstellen. Ich weiss nicht, wieviel ich ertragen würde, wann ich kämpfen, wann ich zusammenbrechen würde.
Ich weiss nur eines: Wenn ich selbstmitleidige Zeiten habe an denen ich durchhänge, an denen ich mein Schicksal ja sooooo schlimm finde, dann hilft es an jemanden wie Dich zu denken, denn dann relativiert sich alles ganz schnell.
Dann weiss ich die kleinen Segnungen wieder zu schätzen, und ich würde nicht im Traum mehr auf die Idee kommen, das Schicksal wegen meines Bänderrisses oder meiner Lymphödeme zu verfluchen.........
Ein Psychologe nennt das wohl "Leidrelativierung".
Weisst Du, Du kannst ganz schön stolz auf Dich sein, dass Du dieses Schicksal bewältigt hast und bewältigst, hast Du eine Ahnung, wie stark Du bist??? Ich ziehe meinen Hut vor Dir.
Und was Deinen anderen Thread angeht......wir Menschen haben einen Freien Willen, das heisst:
Wenn Du Dir in den Kopf setzt, nach Deinem Tod irgendwo erdgebunden herumzugeistern, dann kannst Du es tun, es steht Dir frei. Niemand MUSS ins Licht......
Aber ich stimme den anderen zu die da sagen: Vermutlich wirst Du es dann wollen, und vom Licht aus kannste auch noch auf die Erde und ihre inkarnierten Bewohner gucken, und auf dem Laufenden bleiben. Und mit Sicherheit kannste von "da oben aus" viel besser energetisch auf sie einwirken (mit Liebes- oder Trostenergie) als wenn Du ein erdgebundener Herumgeisterer wirst........
Aber wie gesagt, mach Dir keinen KOpp, denn solltest Du wahrhaftig "keinen Bock auf LIcht" haben wenn es mal soweit ist, dann wird Dich niemand zwingen. Da bin ich mir sicher.
Aber, lass Dir bisdahin noch ein bissel Zeit, hm?
Danke für Deine Offenheit und Deine Geschichte!
Goldfee
__________________ Schaffe Frieden in Deinem Herzen, dann wird die Welt Dir folgen.
Lichtinsel
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21.02.2008 07:54 |
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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Hallo Peroja
Ich weiss auch nicht was ich sagen soll..
Habe total Gänzehaut..
Ich drück dich ganz ganz lieb..
Dicka schmatza..
Véro
__________________
So bin Ich..
So bleib Ich
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21.02.2008 07:57 |
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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Hey pero
Alles liebe, Shekina
__________________
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21.02.2008 08:26 |
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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Lieber Peroja,
deine Zeilen haben mich sehr bewegt und zeigen mir gleichzeitig wieder: Der Mensch ist in der Lage in so ziemlich jeder Situation ( wenn sie auch noch so schlimm erscheint) hineinzuwachsen.
Du hast enorm gekämpft, mit enormer Willenskraft, wenn es dir damals vielleicht auch nicht so erschien und du es evtl. automatisiert gemacht hast.
Habe mir dein Bild angeschaut--Mensch,da ist ja wirklich nichts mehr ganz.
Das du das überlebt hast, ist ja schon ein Wunder und dann noch den Krebs........
Das sieht mir aber nach einer richtig großen Lebensaufgabe aus ( wobei jede Lebensaufgabe für den einzelnen natürlich wichtig ist )
Hast du dir schon mal überlegt in ein Krebsforum zu gehen, um dort zu koimmunizieren ??
Mal was anderes: Bist du von Beruf nun Musiker ?? Und verdienst damit deinen Lebensunterhalt ??
Ich meine in deinem zweiten Postings etwas Wehmut zwischen den Zeilen gelesen zu haben, als du über deine Rennkarriere geschrieben hast ??
Für meine Begriffe ist dir von unseres Schöpfers Seite große Gnade widerfahren: Wer kann schon von sich behaupten, als Rennfahrer sehr erfolgreich gewesen zu sein, einen derartig schlimmen Unfall überlebt zu haben, einen so aggressiven Krebs in den Griff zu bekommen, daneben noch musikalisch begabt zu sein und am Ende noch alle Sinne beisammen zu haben --
, sorry für diesen Lacher, ist aber ganz lieb gemeint und ich denke du verstehst ihn.
Vermute du grübelst jetzt so tagein , tagaus vor dich hin, welches deine Lebensaufgabe ist, was für dich den Sinn des Lebens ergibt?
Und auch diese Aufgabe wirst du früher oder später meistern.
Alles Liebe
Moquita
__________________ Glücklichsein und Liebe wird niemals weniger, wenn es mit anderen geteilt wird. :>)SARVA - ANTAH------------------ALLES IST IN UNS
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21.02.2008 12:16 |
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peroja unregistriert
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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ich muss zugeben, ich war damals ein ziemlich arrogant denkender mensch. ich war sehr erfolgreich, vorallem in den usa. war dort sehr beliebt wie man z.B. hier sieht:
Damals hat es mir natürlich gestunken dass ich in so eine Lage gekommen bin und für den moment dachte ich auch nicht ans Rennen fahren. Da war dann das Problem Krebs schon im vordergrund aber für mich stand damals in der ersten Chemotherapie Serie das wort "Tod" gar nicht zur debatte. "An sowas stirbst du nicht" Es ist blos eine Schickaniererei des Schicksahls ...aber dir werd ichs geben. Ich war so arroganz zu glauben dass ich so etwas locker auf die Schultern nehmen kann. Ich wurde eines besseren belehrt. Ich hab sogar die frechheit gehabt meine Krebserkrankung auszunützen um als "Held" dazustehen indem ich damals im Fahrerlager aufgetaucht bin von grossen Plänen geplappert hab usw.... Heute denke ich dass ich damals wohl einfach den kack in der Hose hatte und es mir selber nicht zugestehen wollte. Ich hab mir selber etwas vorgemacht.
So richtig aufgehört hab ich aber dann 2004 als ich die Formel 3 Meisterschaft in der Schweiz bestritt und einfach eingestehen musste dass ich fitnesstechnisch nicht mehr nachkomme. Ich glaub sogar meine Familie kam zu meinem letzten Rennen. Sidonia du warst dabei in Interlaken oder? So genau weiss ich es nicht mehr. Ich hab die Karre nach dem Rennen abgestellt und bin nach Hause. ein paar Monate später habe ich meine 2 Rennwagen und alles Material verkauft. Heute habe ich blos noch eine Riesensammlung an Pokalen in meinem Wohnzimmer, Fotos und Videos usw. Aber es Interessiert mich alles nicht mehr.
Musik war auch neben der Rennfahrerei mein Leben aber ich konnte nicht beides machen. Heute bin ich froh spiele ich nicht mehr mit meinem Leben auch wenn es spass gemacht hat und ich wirklich mit meinem Herzen dabei war. Ich bereue es nicht aber ich verspüre auch keinen wehmut. Ich habe alle kontakte zur Rennsport Szene abgebrochen weil es mich einfach nicht mehr interessiert. Ich spiele lieber mein Rockpiano, meine Gitarre und ich Singe gerne hehe....
Lang lebe die Musik
Edit Jeriko_MOD: Link gelöscht, bitte die Forenregeln beachten!!!
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21.02.2008 13:56 |
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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Lieber Pero,
ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber bei deinem Satz :
Ich habe alle Kontakte zur Rennsportszene abgebrochen, weil es mich nicht mehr interessiert. empfinde ich persönlich keine richtige Stimmigkeit für mich.
Ich kenne dich ja nicht, weiß nicht, ob du wirklich so einen krassen Schritt gehen konntest, denn Rennsport hat ja einmal dein Leben bedeutet und dann so entgültig damit abbrechen ???
Ich weiß nicht......
Es bleibt doch irgendwo ein Freund zurück, mit dem man auf irgendeine Weise Kontakt hält oder ist die Szene so voller Konkurenzdenken, dass keine zwischenmenschlichen Beziehungen zugelassen werden können ??
Wenn du wirklich so arrogant warst, wie du geschrieben hast, dann habe ich ein weiters Puzzleteil zu deinem Leben gefunden.
Aus spiritueller Sicht bekommst du natürlich -- beim Verlassen deines eigentlichen Lebensweges-- einen Knüppel nach dem anderen zwischen die Beine geworfen, bis du erkennst
Erst wenn du auf dem richtigen Weg bist , wird dein Leben ruhiger, ausgeglichener und was am allerwichtigsten ist--glücklicher verlaufen. Du wirst einfach spüren--es ist gut und richtig, ich fühle mich wohl dabei.
Wenn dir die Musik dieses Gefühl gibt, ist es ja schön, aber ganz ehrlich, ich persönlich glaube, dass du in Richtung deiner Rennfahrerkarriere noch etwas aufzuarbeiten hast. Sorry, ist einfach ein Gefühl von mir.
Ich wünsche dir, dass du bereits auf diesem Weg schreitest oder ihn recht bald findest.
Alles Liebe
Moquita
__________________ Glücklichsein und Liebe wird niemals weniger, wenn es mit anderen geteilt wird. :>)SARVA - ANTAH------------------ALLES IST IN UNS
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21.02.2008 15:41 |
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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Lieber Pero,
Hast du wirklich losgelassen?
__________________ Viviane
Ich erlange Meisterschaft über mein Leben.
Ich empfange das nötige Wissen
durch meine innere Göttin und
manifestiere es durch die
gebende Schöpferkraft Gottes.
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21.02.2008 19:55 |
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peroja unregistriert
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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hi vivianne,
ja ich kann mit gutem gewissen sagen dass ich losgelassen hab. weisst du autorennen sind nett aber wenn man selber mal dabei war kennt man die szene und ehrlich gesagt entspricht das ganze IN und drumherum einfach nicht mehr meinem lebenstil, es passt irgendwie nicht zu mir. klar denke ich ab und zu noch wie es damals war aber ich erwische mich immer mehr daran dass ich heute über ereignisse schaudernd den kopf schüttle als dass ich denke: ouh ja das war cool und was für n "geilomat" ich doch damals war....
n "geilomat" bin ich auch heute noch hehe. (nicht im sexuellen sinne sondern menschlich)
aber dazu muss ich nicht rennfahrer sein
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22.02.2008 11:59 |
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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ist eh geiler
Moquita
__________________ Glücklichsein und Liebe wird niemals weniger, wenn es mit anderen geteilt wird. :>)SARVA - ANTAH------------------ALLES IST IN UNS
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22.02.2008 13:20 |
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Gulliver unregistriert
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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| Zitat: |
Original von peroja
...aber dazu muss ich nicht rennfahrer sein... |
Bist du ja auch nicht.
Warst du nie und wirst es nie sein.
Apropos:
Ich bin ein großer Bewunderer seiner so genannten "Rennfahrerkarriere" und habe viele (von ihm persönlich gefälschte) Zeitungsartikel und Berichte über den mehrfachen "World-Champion" gesammelt.
Sehr angetan war ich vor allem von einem (diesmal echten) Bericht über unseren Helden, der vor ca. 3 Jahren im Schweizer "Sportmagazin" erschien.
Wer davon gern eine Kopie haben möchte, sollte mir eine PN schicken. Es könnte einigen deuten, nicht alles zu glauben, was einem so erzählt wird.
Liebe Grüße von Eurem
Gulliver
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17.04.2008 13:13 |
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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Hallo Gulliver,
bist Du in unser Forum gekommen, um Unfrieden zu stiften und zu denunzieren?
Du kannst über einen anderen User denken was Du möchtest, die Gedanken sind tatsächlich frei.
Wenn Du diesen Gedanken hier im Forum einen Raum geben möchtest, dann tu dies bitte im Rahmen der Forenregeln und der Netiquette.
Lies sie im Zweifelfall noch einmal durch.
Was Du ganz bestimmt nicht tun wirst, ist Zeitungsartikel über User kopieren und verschicken, schon aus Datenschutzrechtlichen Gründen nicht.
Bitte editiere das umgehend.
Ansonsten wird das Team sich Maßnahmen vorbehalten.
Goldfee_MOD
__________________ Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken. (Mahatma Gandhi)
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17.04.2008 13:24 |
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Gulliver unregistriert
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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Liebe Goldfee,
Das, was du in diesem speziellen Fall "denunzieren" nennst, nennen die Menschen im Allgemeinen "Wahrheit".
Der besagte User hält von dieser "Wahrheit" nicht besonders viel, daher mögest du mir nachsehen, dass man der Lüge, und sei sie noch so blumig verpackt, durch gewisse Maßnahmen Einhalt gebieten muss.
liebste Grüße
Dein Guliver
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17.04.2008 13:55 |
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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Hallo Gulliver,
Wenn Du nur hier bist um die Wahrheit über peroja auf den Tisch zu bringen,
bitte ich Dich, wieder zu gehen und diesen Menschen hier in Ruhe zu lassen.
Jeder Mensch hat das Recht auf seine eigene Wahrheit und im Gegensatz zu Dir
hat er hier im Forum die Netiquette gewahrt.
Die ist die letzte Verwarnung - sonst werde ich Dein Profil sperren.
Jürgen
__________________ Jürgen Becker Geistheiler - Merkaba
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17.04.2008 14:00 |
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Sue unregistriert
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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| Zitat: |
Original von peroja
Da war dann das Problem Krebs schon im vordergrund aber für mich stand damals in der ersten Chemotherapie Serie das wort "Tod" gar nicht zur debatte. "An sowas stirbst du nicht" Es ist blos eine Schickaniererei des Schicksahls ...aber dir werd ichs geben. Ich war so arroganz zu glauben dass ich so etwas locker auf die Schultern nehmen kann. Ich wurde eines besseren belehrt. Ich hab sogar die frechheit gehabt meine Krebserkrankung auszunützen um als "Held" dazustehen indem ich damals im Fahrerlager aufgetaucht bin von grossen Plänen geplappert hab usw.... Heute denke ich dass ich damals wohl einfach den kack in der Hose hatte und es mir selber nicht zugestehen wollte. Ich hab mir selber etwas vorgemacht. Lang lebe die Musik
Edit Jeriko_MOD: Link gelöscht, bitte die Forenregeln beachten!!! |
Hi Peroja,
erstmal Hut ab und willkommen im -neuen- Leben ! :-)
Ich bin da ganz anderer Meinung und behaupte konträr Deiner Meinung falsch gedacht zu haben das genau diese Gedanken ein Teil Deiner Heilung ausmachten. Du bist was Du denkst auch wenn es ein paar Umwege bis zur Heilung nimmt. Stell Dir doch bitte mal vor Du wärst im Anschluss an die Diagnose nur noch zusammengebrochen, hättest komplett Deine Kraft verloren und auf den Tod gewartet............ja glaubst Du Du hättest diesen heftigen Weg beschreiten können ? Niemals. Du hast Power und Lebenwille bewiesen. Scheiß doch was auf die Arroganz, es war absolut richtig. Nur so war es möglich dem Krebs entgegenzutreten, nur so war es möglich zu gewinnen.
Ich würde Dir für diese Leistung einen Orden verleihen !
Ich gratuliere Dir von Herzen !!!
Lieben Gruss, Sue
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17.04.2008 14:03 |
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Sue unregistriert
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| RE: Meine erfahrung als Krebskranker |
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Achja..........................lebe jetzt jeden Tag als wäre es der letzte ! Lebe bewusst und mach weiter so !
Die Musik ist auch einer Deiner Heilwege weil Schwingungen im Körper einiges -be-wegen- !
Gruss, Sue
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17.04.2008 14:05 |
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Impressum
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