ANAPANA-SATI – die buddhistische Atemmeditation
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ANAPANA-SATI – die buddhistische Atemmeditation |
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| ANAPANA-SATI – die buddhistische Atemmeditation |
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ANAPANA-SATI – die buddhistische Atemmeditation *wach, entspannt und geistesklar*
Der Begriff *Anapana-Sati* kommt aus Indien und bedeutet „Achtsamkeit beim Ein- und Ausatmen“. Diese Methode wird auch als „Vergegenwärtigung des Atems“ bezeichnet.
Sie wirkt den Geist klärend, indem sie die Fähigkeit, aufmerksam zu sein, pflegt und stärkt.
Die Konzentrationsfähigkeit wird erhöht und das ermöglicht uns, die eigene Aufmerksamkeit immer beständiger auf eine Sache richten zu können.
Vorbereitung
Die gute Vorbereitung ist ein wichtiger Aspekt, um mit dem Meditieren überhaupt anfangen zu können. Sorge dafür, dass Du während des Übens nicht gestört wirst. Bereite deinen Meditationssitz vor und lenke deine Gedanken schon vor der Meditation auf die bevorstehende Übung. Schau einfach mal aus dem Fenster – oder, falls Du in der Natur meditierst – schau in die Landschaft und genieße den Anblick. Dann sammle dich, senke deinen Blick auf den Boden etwa zwei Meter vor dir und schließe die Augen…
Hilfreich ist es auch – nachdem die für Dich angenehmste Meditationshaltung eingenommen ist – von den Füßen bis zum Kopf durch Deinen Körper zu gehen, um dann beim Atmen anzukommen….
Lasse es einatmen – Lasse es ausatmen…
So kannst Du bei dir und bei dem, was Du tust, ankommen….
Die vier Abschnitte
Erster Abschnitt
Spüre Deine Empfindungen des Atems, wie er – ganz natürlich – in den Körper hinein- und wieder herausfliesst. Kurz nachdem jeder Atemzug den Körper verlassen hat, markiere dies in Gedanken mit einer Zahl…
Auf diese Weise zählst Du zehn Atemzüge und beginnst dann wieder von vorne mit „eins“.
Dies praktiziere etwa 4 bis 5 Minuten…
Zweiter Abschnitt
Zähle nun jeden Atemzug, kurz bevor er in den Körper eintritt…
Auch wieder zehn Atemzüge lang und beginne dann wieder bei „eins“.
Dritter Abschnitt
Nach einigen Minuten höre mit dem Zählen auf und spüre einfach den gesamten Atemfluss, so wie er sich ohne Dein lenkendes Eingreifen darstellt, so, wie es ist.
Vierter Abschnitt
Wiederum nach ca. 4 bis 5 Minuten richte deine Aufmerksamkeit auf den Punkt, an dem Du die erste Berührung der einströmenden Luft mit deinem Körper spürst. (Wird wahrscheinlich irgendwo im bereich der Nase sein – der genaue Ort erscheint nicht wichtig). Wähle einen Punkt, der dir passend erscheint, und lasse Deine Aufmerksamkeit bei den feinen Empfindungen verweilen, die der Luftstrom an diesem Punkt hervorruft.
Ausklang
Und nach einigen Minuten löse Dich sanft aus der Betrachtung und öffne die Augen, wecke sanft deinen Körper, bewege ihn und verweile dann in der Reflexion, was Dir diese Meditation gebracht haben mag.
Hilfreiches
Das Zählen in den beiden ersten Abschnitten ist unterstützend zu sehen. Es ist nicht schlimm, auf einmal bis 21 gezählt zu haben oder auch *vergessen* zu haben – „War ich jetzt bei 4… oder bei 5? – wenn Du dies bemerkst, fange einfach wieder bei „eins“ an. Sei bei Dir und deinem Atem. Das Zählen ist ein Hilfsmittel… Nicht mehr – nicht weniger…
Es kann auch in der ersten Phase hilfreich sein, die Zahl wie einen Wassertropfen in eine Wasserfläche fallen zu lassen, oder auch, sie auf einem Luftballon steigen zu lassen. Du darfst sie aber auch bloß *denken*. Wichtig ist, dass Dir Deine Technik hilfreich erscheint und nicht, wie Andere es erleben. Der Atem steht im Mittelpunkt Deines Erlebens und die Zahl im Hintergrund.
Ziel ist es, die Aufmerksamkeit ununterbrochen bei Deiner Erfahrung des Atems zu halten, um auf diese Weise tiefe Ruhe und Zufriedenheit zu erleben.
Auch ist dies kein *Leistungssport*, es geht nicht darum, möglichst viele Atemzüge in der Minute *zu erledigen*. Wir atmen etwa 16-mal in der Minute. Es kann durchaus sein, dass die Atemfrequenz beim Praktizieren sinkt.
Nehme auch wahr, ob deine Atmung auch nach dem Ein- oder dem Ausatmen eine kleine Pause macht. Genieße auch dies!
Schwer ist es, Geräusche aus dem *Außen* außen vor zu lassen. Versuche auch hier, diese Geräusche nicht zu bewerten (ich habe in einer Fußgängerzone Meditieren gelernt), sondern nur als Geräusch zu nehmen…
Nehme dir regelmäßig Zeit zum meditieren, dies hilft, eine regelmäßige Praxis und Übung zu bekommen.
Bewahre dir auch einen gewissen *Anfänger-Geist*, so wirst Du auch nach Jahren überrascht sein, dass es *Routine* beim Meditieren nicht gibt…
Ich wünsche viel Spass beim Ausprobieren.
Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Herzgruß!
Wolfgang Eliphaz
__________________ Y Gwir Yn Erbyn Byd!
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23.03.2008 09:31 |
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| RE: ANAPANA-SATI – die buddhistische Atemmeditation |
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Hallo Wolfgang
das ist sehr schön beschrieben,ohja und es wirkt und ist sehr heilsam,
vor allem in unseren schnellebigen Welt.
Liebe Grüße
Angelika
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23.03.2008 09:48 |
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| RE: ANAPANA-SATI – die buddhistische Atemmeditation |
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Hallo Wolfgang,
ich stehe seit vielen Jahren dem Buddhismus sehr nah...Danke für deine Beschreibungen!
__________________ Viviane
Ich erlange Meisterschaft über mein Leben.
Ich empfange das nötige Wissen
durch meine innere Göttin und
manifestiere es durch die
gebende Schöpferkraft Gottes.
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23.03.2008 13:50 |
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| RE: ANAPANA-SATI – die buddhistische Atemmeditation |
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Angelika und Viviane,
sehr selten steht etwas über die Achtsamkeit beim Atmen nachzulesen...
Dieses ist die *Kurzform* mit 4 Stufen...
Buddha selbst hat eine in 16 Stufen gelehrt - auch dies ist eine phantastische erfahrung (während eines Retreats z.B.)
Herzgruß!
Wolfgang Eliphaz
__________________ Y Gwir Yn Erbyn Byd!
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23.03.2008 15:46 |
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