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Der Kranichbeutel

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Wolfgang Eliphaz Wolfgang Eliphaz ist männlich
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traurig Der Kranichbeutel Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Der Kranichbeutel



Die Geschichte um den Kranichbeutel datieren Historiker zwar auf das 10. Jahrhundert, Hinweise lassen vermuten, dass sie viel älter ist, so möglicherweise um das 2. Jahrhundert vor unserer Zeit. Es ist den Leserinnen und Lesern bestimmt bekannt, dass diese Geschichten und Gleichnisse den Druidennovizen und Priesterinnen vom See mündlich überliefert, und erst viel später aufgeschrieben wurden.

Diese Geschichte ist mit Fionn verbunden, einem mächtigen Führer der Fianna, einem keltischen Stamm. Denn mit Hilfe dieses Beutels stand ihm eine große magische Macht zur Verfügung. Barden hatten ihm von dem Beutel gesungen, es hieß, dass die Maid Aoife, die wunderschöne Tochter des Dealbloth sich in den Stattlichen Krieger Ilbhreac verliebte. Wie das mit so schönen Männern so ist, so hatte dieser junge Mensch ja auch zehn Verehrerinnen an jeden Finger…

Darunter auch Luchra, die Tochter von Abhartach und die war nicht nur schön von Gestalt und Gesicht, sondern verstand sich auch in den magischen Künsten. Sie erfuhr, dass sie eine Nebenbuhlerin hatte, die ihr gefährlich werden konnte, und so beschloss sie, diese für immer aus dem Weg zu räumen…

Aoife wähnte, dass sie mit ihrer neuen Freundin im See Moy Leana eine Runde baden ging, sobald sie im Wasser war, verwandelte Luchra sie in einen Kranich, und wirkte diesen Zauber weiter, sodass Aoife zweihundert Jahre in dieser Gestalt leben sollte. Überdies wurde sie von diesem See deportiert. So streifte diese Kranichfrau voll Traurigkeit durch die Welt, bis sie im Hause Manannan Obdach fand. Er kannte Ihre Geschichte, konnte diesen Zauber leider nicht aufheben, hieß sie in seinem Hause herzlich willkommen. Es geht die Sage, dass Manannan sich ab und an in einen Kranich verwandelte und sich mit ihr paarte… Als Aoife nach 200 Jahren starb, wurde aus Ihrer Kranichhaut ein Beutel gefertigt, den Manannan an sich nahm und einige sehr mächtige Gegenstände darin verwahrte: Sein Hemd (an dem ein großer Teil seiner Macht gebunden war); den Gürtel des Schmiedes Goibne; die Schere des Schottenkönigs; den Helm des Königs von Lochlahn; die Knochen des Schweins von Asail und einen Knochen des Großen Waales.

Der Beutel soll nicht größer als eines Mannes Hand gewesen sein, und doch fasste er dies Gegenstände und noch einiges mehr (schaut einmal in eine Damenhandtasche, da passt genauso viel hinein, und noch größere Gegenstände verschwinden darin… *lächel*)

Es hieß, bei Flut konnte dieser Beutel geöffnet werden, und alle Sachen waren vorhanden, nur bei Ebbe schien der Beutel stets leer zu sein. Dieser Beutel taucht bei der Schlacht bei Chuacha, ein Bürgerkrieg unter den Fianna, an dem Gürtel des erschlagenen Cumhail wieder auf.

Dieser war Nachfahre des Conaire, der ihn eines Morgens, als er auf dem Hügel von Tara übernachtete, um seinen Hals gewunden fand. Der Graue von Luachar, welcher Cumhail besinnungslos schlug, stahl diesen Schatz. Die Frau Cumhails, Muirne, war gerade schwanger. Da sie um das Leben eines legitimen Nachkommens eines Herrschers fürchtete, gab sie das Neugeborene, welches den Namen Demme trug, in die Obhut der Druidin Bodhmal. Diese zog ihn weit entfernt von Menschen auf. Einmal musste sie ihrem Zögling das Leben retten, als er von einer Klippe stürzte und zwar in Gestalt eines Kranichs.

Fortan galt der Kranich dem Jungen als Glückssymbol. Demme wuchs heran und machte sich auf eine Wanderschaft. Er kam mit einer Gruppe jugendlicher zusammen, um Hurley zu spielen, und es erwies sich, dass er im Laufe des Spieles als Einzelner gegen Alle antrat und dies Spiel immer noch gewann.
Der Herr von Mag Life wollte seinen Namen wissen: Demme war die Antwort. Und ausgesehen habe er wie ein schöner und anmutiger Jüngling. „Oh, ein Schöner also“, sagte der Herr, welcher ihm deswegen den Namen Fionn verlieh, unter dem er bekannt wurde.
Als er dann an Kraft und Erfahrung gewann, verdingte er sich bei den Fürsten des Landes, um schnell weiterzuziehen, wenn er als Sohn Cumhail erkannt wurde. Eines Tages begegnete er einer Frau, deren einziger Sohn von einem furchtbaren Krieger erschlagen worden war. Er holte diesen Krieger ein, stellte ihn zum Kampf – und gewann seinen Kranichbeutel wieder.
Sein Erbe hatte er sich geholt, und mit der Hilfe Finneces und der 3 Tropfen des Lachses erlangte er Wissen und Verständnis um die Dinge. So konnte er den Kranichbeutel nutzen, um Rache am Tode seines Vaters zu nehmen. Und so wurde er zu seiner Zeit der Anführer der Fianna und der mächtigste Krieger in ganz Irland.

Noch eine Sage fällt mir da ein: Die von dem Mädchen Miadhach, Tochter des Eachdhonn Mor, welcher auch eine Pflegetochter namens Morann hatte. Wie kann es anders sein, beide verliebten sich in denselben Mann, Abhartach. Eachdhonn sah solange zu, bis Morann ernsthaft krank wurde, und wollte, dass Miadhach auf diesen Mann zugunsten ihrer Schwester verzichten sollte. Dies konnte sie aber nicht, war selber verzweifelt und voller Sehnsucht nach diesem Einen, wahren weisen Mann, dem sie sich nicht entziehen konnte. So kam es, dass der Vater sein eigenes Kind in einen Kranich verzauberte, damit sein von ihm mehr geliebtes Ziehkind gesunden, und diesen Mann bekommen konnte. Miadhach soll über 495 Jahre in dieser Gestalt auf der gegenständlichen Ebene gelebt haben. Sie hatte viele Kranichliebhaber, die alle älter wurden und starben, doch ihre Liebe zu dem Einen, die gab sie nie auf…

Nach dieser Zeit vernahm Aengus von dem Leid dieser Kreatur und öffnete die Tore der Sidhe. Dort blieb sie zwar in der Gestalt des Kranichs, nur ihre Schmerzen wurden fast geheilt. Nach ihrem Tod nahm Aengus ihre Haut und fertigte einen Beutel, in dem er fortan magische Dinge aufbewahrte. Andere sagen, dieser Kranich habe in den Tälern des Falken von Achill sein Ende gefunden, zumindest wurde der Kranich von Moy Leana schon lange nicht mehr gesehen. Kaum einer kennt heute noch die vielen Geschichten, die sich um dieses Behältnis ranken, gewiss ist nur, dass seit diesen Zeiten Kraniche ab und an ihr Leben ließen, um danach als Beutel für Druidische Dinge zu dienen.

Heutzutage stehen Kraniche unter dem Artenschutzabkommen. Deshalb sehen Kranichbeutel meist so aus, wie Anglertaschen, aus wetterfesten Materialien. Sie sehen nicht allzu aufdringlich aus, und können eine Menge beinhalten.
Auch ich habe einen solchen Beutel als mein eigen. Er hat einige Taschen, in die auch Gegenstände des täglichen Bedarfes sind, die einem mittelalterlichen Menschen mehr als magisch vorkommen würden.

Aber auch Dinge, mit denen der „moderne“ Mensch so seine Schwierigkeiten hat, denn wer weiß heutzutage etwas von Dryaden, Heilsteinen, Hühnergöttern oder ähnlichem? Sie vielleicht? Alles weitere über diesen Beutel sage ich Euch nicht, denn darin liegt die Magie… Eines solchen Kranichbeutels…

In liebe

Wolfgang Eliphazwinke

__________________
Y Gwir Yn Erbyn Byd!
http://schamanenkreis.schuschu.org/forum/portal.php?sid=

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Wolfgang Eliphaz: 13.04.2008 11:05.

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