...als Peter Pan seinen Schatten verlor...
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Peter Pan war der Held meiner Kindheit
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~~~*~~~Peter Pan Unsere Geschichte beginnt im Haus der Familie Darling, wo Hans, Michael und Wendy gerade schlafen gegangen waren. Sie hatten die Fenster geöffnet, damit Peter Pan - der sie sicher eines Tages besuchen würde - leicht eintreten konnte. Ausserdem hatte Wendy etwas gefunden, wonach Peter Pan sicher suchen würde... Wenig später näherten sich ein rothaariger Knabe, Peter Pan, der ganz in Grün gekleidet war und eine kleine Elfe, die Naseweis hiess und sich in einer schimmernden Wolke aus Elfenstaub bewegte, dem Schlafzimmer der Kinder. Peter Pan hatte seinen Schatten verloren und suchte ihn in allen Schränken und Schubladen. Von dem Lärm erwachten auch bald die Geschwister. "Es ist Peter Pan!" riefen sie aus voller Kehle.
"Ich wusste, dass du kommen würdest", sagte Wendy. "Ich habe deinen Schatten auf dem Fensterbrett gefunden und ihn in die Kommode gesperrt, damit er nicht verlorengeht. Vielleicht wäre es am besten, wenn ich ihn dir annähen würde." Und schon suchte sie in ihrem Nähkörbchen nach Nadel und Zwirn und begann, sorgfältig den Schatten an die Stiefel ihres Helden anzunähen. "Ich bin froh, dass du heute Nacht gekommen bist", sagte Wendy zu ihm, während sie nähte. "Weisst du, morgen muss ich nämlich erwachsen werden, und dann hätte ich dich nicht mehr sehen kommen." -
"Ich nehme dich mit ins Nimmerland, da wirst du nie erwachsen, und da kannst du meinen verlorenen Kindern allabendlich Geschichten erzählen", sagte Peter Pan. Da liessen sich die Kinder nicht lange bitten.
"Worauf warten wir noch? Lasst uns losfliegen!" rief Peter. "Aber Peter, wir können doch nicht fliegen!" erwiderte Wendy. Natürlich könnt ihr das! Ihr müsst nur an etwas Schönes denken... an etwas, was ihr wirklich gerne machen würdet, dann klappt es schon." Und schon erhoben sich die drei Geschwister für einen Augenblick in die Luft, fielen aber sofort wieder auf den Boden zurück. "Irgend etwas stimmt nicht", meinte Peter Pan. "Natürlich, das Wichtigste fehlt ja noch!"
"Fee Naseweis komm her!" rief Peter Pan. "Was uns noch fehlt ist nämlich ein wenig Elfenstaub". Er nahm seine kleine Freundin und schüttelte sie sanft über den Köpfen der Kinder hin und her und bestreute sie mit feinem Elfenstaub. Dann flogen sie los. "Seht ihr!" rief Peter begeistert: "Kommt, Kinder! Auf ins Nimmerland!" Sie flogen zum Fenster hinaus und gewannen an Höhe. Dann plötzlich streckte Peter seinen Arm aus und zeigte auf einen leuchtenden Punkt: "Da drüben ist es Freunde, dort! Das Nimmerland!"
Die Kinder schauten zum ersten Mal auf das Nimmerland hinunter. "Oh Peter", rief Wendy, "es ist genauso, wie ich es geträumt habe - die Lagune der Nixen, das Indianerdorf - oh und da ist auch Kapitän Hooks Piratenschiff." In diesem Augenblick hören sie das Donnern einer Kanone vom Schiff, denn Hook hatte Peter Pan am Himmel entdeckt. "Passt auf", schrie Peter. "Naseweis, bring Wendy und die Jungen auf die Insel, ich bleibe hier und lenke Hooks Feuer auf mich." Aber Naseweis schwirrte durch die Bäume nieder, zu einem hohlen Baumstumpf, durch den man zu der geheimen unterirdischen Höhle kam, in der die verlorenen Kinder lebten. Mit dem lieblichsten Geklingel wie von goldenen Glöckchen, denn das ist die Elfensprache, erzählte sie den Kindern, dass Peter von ihnen verlange, den Wendy-Vogel und seine Brüder anzugreifen. Als die drei auftauchten, bewarfen die Kinder sie mit Steinen. Zum Glück kam Peter Pan gerade rechtzeitig, als die Kinder gerade brüllten: "Hurra, wir haben den Wendy- Vogel erwischt!" Er war sehr zornig. "Da bringe ich euch eine Mutter, die euch Geschichten erzählen soll, und ihr bewerft sie mit Steinen".
Als Peter nun hörte, dass Naseweis daran schuld war, verbannte er sie zur Strafe für eine Woche von der Insel. Nun flogen Peter und Wendy zur Lagune der Nixen, und Hans und Michael zogen mit den verlorenen Kindern aus, um mit den Indianern zu kämpfen. Wendy war begeistert von dem lieblichen, trägen Gesang der Nixen, die in der Lagune spielten. Aber plötzlich hörte Peter in der Ferne ein Geräusch. Er sprang auf einen Felsen, der über das Meer hinausragte, schaute hinunter und entdeckte unter sich in einer kleinen Bucht das Boot des Piratenschiffs.
"Hook ist da!" rief er aus. Bei diesem gefürchteten Namen verschwanden die Nixen im Wasser der Lagune. Kapitän Hook und sein Maat Smee hatten die Indianerprinzessin Tiger-Lily gefesselt auf einen Felsen im Wasser gesetzt. Peter und Wendy flogen in Deckung näher.
"Nun, meine liebe Prinzessin", sagte Hook, "verrate mir Peter Pans Versteck, dann bist du frei". Andernfalls wirst du in der hereinkommenden Flut ertrinken." Tiger-Lily weigerte sich aber standhaft, ihren Freund zu verraten. Peter versuchte durch einen Trick - er ahmte Geisterstimmen nach - Hook zur Freilassung von Tiger-Lily zu bewegen. Aber der war misstrauisch und kletterte mit gezogenem Degen an den Felsklippen empor. Als er Peter erspähte, brüllte er: "Ha, Pan, dafür sollst du mir büssen!" Nun kam es zu einem erbitterten Zweikampf zwischen beiden, bei dem sie bis an den Rand der Klippe gerieten.
Da fragte Peter: "Na, Kapitän hört Ihr nichts?" Ein lautes Tick-Tack liess sich vernehmen, das den Piraten so erschreckte, dass er ausglitt und über den Rand stürzte. Da hing der nun an seinem Haken, gerade über dem aufgesperrten Rachen des Krokodils.
Peter befreite Prinzessin Tiger-Lily im Nu, und zusammen mit Wendy flogen sie mit ihr zum Indianerdorf, wo alle sich zu einem Freudenfest mit ihrem Vater, dem Häuptling, versammelten. Unterdessen hatte Maat Smee seinen Kapitän vor dem Krokodil gerettet, das bereits Hooks Hose verspeist hatte und nach noch mehr schnappte. Zurückgekehrt aufs Schiff empfing Hook die verbannte Fee Naseweis. Scheinheilig erbot er sich,
mit Wendy davonzusegeln, da er begriffen hatte, das sie zwischen der kleinen Elfe und Peter stand. Wenn Naseweis ihm erklären wollte, wo er Peters geheimes Versteck entdecken könnte, in dem Wendy lebte, würden die Seeräuber das Mädchen weit weg bringen. Die eifersüchtige Fee strahlte. Sie gab ihm die nötigen Hinweise, fügte aber hinzu: "Ihr dürft aber Peter nichts tun!" Der Pirat versicherte: "Ich werde keinen Finger - und keinen Hacken - an Peter Pan legen." Dann sagte er mit hämischem Lachen: "Vielen Dank, meine Liebe", und sperrte sie in eine Laterne, die er fest verschloss.
Sehr erfreut folgten die Seeräuber den Anweisungen Kapitän Hooks, wie das Versteck Peter Pans gefunden und er und alle Kinder gefangen werden sollten. Sie machten sich auf in den Wald, fanden den Eingang im hohlen Baum und legten sich auf die Lauer, bis die Kinder herauskommen würden. Unten brachte Wendy gerade die verlorenen Kinder ins Bett, deckte sie zu und sang ihnen ein Schlaflied von daheim und von ihrer Mutter. Statt einzuschlafen, bekamen sie alle Heimweh und wollten sofort nach Hause zu ihren Familien. Alle ausser Peter.
"Geht nur", sagte er zu ihnen, "aber ich warne euch. Wenn ihr erwachsen seid, könnt ihr niemals mehr zurückkommen!"
Wendy schaute ihn traurig an und sagte: "Ich muss nach Hause zu Vater und Mutter. Sie werden uns arg vermissen". Sie folgte den eifrigen Kindern zur Tür. "Leb wohl Peter", flüsterte sie.
Als die Kinder aus dem hohlen Baum kletterten, wurden sie von den Seeräubern gefangen und trotz Gegenwehr zum Schiff gebracht. Kapitän Hook und Smee bleiben mit einem Geschenk für Peter zurück - ein Paket, in dem eine Bombe war.
"Ich habe mein Wort gegeben, keine Hand und keinen Hacken an Peter Pan zu legen, und Kapitän Hook bricht niemals sein Wort. Aber wenn Peter das aufmacht, wird es ihn auf immer aus dem Nimmerland hinaussprengen. An Bord des Schiffes sagten die Piraten den Kindern, sie müssten in die Mannschaft eintreten. "Wenn ihr das nicht tut", drohte Hook, "müsst ihr über die Planke gehen."
"Nein, nein, das tun wir nicht", versicherte Wendy, "Peter Pan wird uns retten." Da erzählte Kapitän Hook von seinem kleinen Streich.
"Wir haben ihm ein Paket mit einer Überraschung hinterlassen, das geht in die Luft, sobald er es aufmacht. Er wird niemand retten können, auch sich selbst nicht."
Als Fee Naseweis, in der Lampe eingesperrt, das hörte, bereute sie, für Peter und die Kinder diese furchtbare Gefahr angezettelt zu haben. In letzter Verzweiflung zerbrach sie eine Laternenscheibe und flog davon, um Peter zu warnen. Kapitän Hook zwang Wendy, über die Planke zu gehen. "Damen zuerst, meine Liebe", sagte er und gab ihr einen Schubs. Alle horchten auf das Plumpsen, mit dem Wendy ins Wasser stürzte, aber nichts war zu hören. Es war Naseweis gelungen, Peter zu warnen, und er kam gerade zur rechten Zeit zum Schiff geflogen, um Wendy aufzufangen. Er trug sie auf Deck und forderte Hook zu einem letzten Zweikampf heraus.
"Diesmal seid Ihr zu weit gegangen", rief Peter ihm zu, während er ihn bis in die Takelage des Schiffes verfolgte. "Himmel Bombenelement, Peter Pan wer bist du?" schrie Hook. "Ich bin Jugend, ich bin Lebensfreude", antwortete Peter, während er mit Genuss auf ihn einhieb.
Die Kinder jagten die verängstigten Piraten in ihr Ruderboot und sie ruderten, ohne auch nur einmal zurückzuschauen, mit aller Kraft an Land. Hook tat einen gewaltigen Schlag nach Peter, verlor dabei den Halt und stürzte hinunter ins Meer, wo das Krokodil auf der Lauer lag. Das letzte, was man sah, war das Krokodil, das hinter Hook her war, der dem Boot der Piraten nachschwamm, die wie besessen auf die Küste zu ruderten.
Jetzt war Peter Pan der Kapitän des Schiffes. Naseweis, die glücklich war, dass sie Peter gerettet hatte, und wieder gut Freund mit ihm war, bestäubte das Schiff mit Elfenstaub. Die heimwehkranken Kinder lichteten den Anker und hissten die Segel, und das Schiff fuhr hinaus aufs Meer. "Wo segeln wir hin Peter - Verzeihung, Kapitän Pan?" fragte Wendy.
"Nach London, meine Dame", kam die Antwort. "Oh, Michael, Hans", rief Wendy, "wir fahren heim!"
Wendy, Hans und Michael standen am Kinderzimmerfenster und schauten auf zum Sternenhimmel. Da, als Silhouette vor dem blassen Mond, war etwas, das aussah wie ein Seeräuberschiff mit vollen Segeln, das eine Spur von Elfenstaub hinter sich herzog, während es in die Ferne glitt. Es hatte die Kinder wohlbehalten ins Kinderzimmer gebracht, über den Laufsteg, der durchs offene Fenster gelegt worden war. Sie hatten Naseweis und Peter Pan Lebewohl gesagt, und jetzt wollten sie zuschauen, bis das grosse Schiff für immer ihren Blicken entschwand.
Herr und Frau Darling kehrten zurück und kamen mit Nana ins Kinderzimmer.
"Oh Mutter", rief Wendy aus, und umarmte ihre Mutter, "wir sind wieder da!" "Ward ihr denn fort?" fragte die Mutter.
"Im Nimmerland", schrien Hans und Michael gleichzeitig. "Wir sind mit dem Schiff, das da hoch am Himmel ist, zurückgekommen." Herr Darling schaute zum Fenster hinaus in die Richtung, in die seine Kinder zeigten, auf etwas, das wie eine Wolke vor dem Mond aussah.
"Wisst ihr, ich habe ein ganz merkwürdiges Gefühl, als ob ich dieses Schiff schon einmal gesehen hätte. Vor langer, langer Zeit, als ich noch ein Kind war."
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20.04.2008 09:30 |
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