Projektion
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Projektion |
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Also in den Thread über die Unzufriedenheit mag ich jetzt nicht mehr gehen, aber dennoch möchte ich noch etwas sagen.
Das Letzte was ich dort schrieb war, dass das ganze doch bestimmt eine Projektion sei. Was (natürlich) scherzhaft gemeint war.
Und gestern abend kam das gesamte Bild „meiner“ Projektion für mich an´s „Tageslicht“, na denn.
Es kommt aus meiner Kindheit (wie klassisch). Ich kam auf die Welt, war mir treu, ich war ein Kind … ich eröffnete den Thread meines Lebens mit mir selbst. Dann geschah etwas, wohl das Trauma meines Lebens, wobei ich hier nicht sagen will, dass ich wirklich in die Tiefe gegangen bin, nur es wurde mir (vielleicht nur „kopfmäßig“) klar.
Also bei diesem „Trauma“ stellte ich schließlich mein eigenes Kind (mich) „kalt“ cool- pix.
Ich übernahm wahrscheinlich das innere Kind meiner Mutter.
Denn silberweissgold war immer ihr Haar …
(sie musste sich übrigens in ihrer Kindheit wahrhaftig immer wieder sehr „anpassen“ und viel viel hin und her hüpfen, sonst hätte sie nicht überlebt)
Ich kann es eigentlich selbst nicht richtig glauben, wie sehr das alles übereinstimmt, so stell ich mir „Familienaufstellen“ vor. Auch andere Aspekte (auf die ich jetzt nicht näher eingehen möchte) passten, sozusagen wie die Faust auf´s Auge.
Jetzt also hab ich wieder etwas „Schwieriges“ geschrieben. Und man möge mir verzeihen, wenn ich wieder ein paar Tage (oder länger, vielleicht "für immer") warte, bis ich mir eventuelle Antworten (oder eben auch keine) ansehen kann. Das alles ist nicht immer so einfach.
Also bis später mal … Anna
(übrigens über die „Un“zufriedenheit …. meine Mutter hieß Frieda, zufällig, nur mal so am Rande)
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11.05.2008 17:47 |
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Liebe Anna
ich drück dich erst mal,
ich kann dich sehr gut verstehen,alles brauch seine Zeit,
ich habe lange Zeit Fammilienstellen gemacht,da kann man nur einen kleinen Teil
sichtbar machen,
als mir Bewußt wurde,das meine Mutter auf mich einiges übertragen hat,und ich an meine
Tochter,
ich wollte erst garnicht weiter arbeiten,denn bei mir, da war das mir egal,
doch nit bei meiner Tochter und nicht bei meinen anderen Kids,da setzte ich erst mal ein Stopp.
Die meisten sagen mir,das ich viel Leid erfahren habe durch meine Eltern usw.,
doch wenn jemand was negatives über sie sagt,werde ich wütend,
meine Eltern wissen beide das sie mir ganz schön zugesetzt haben usw.,
wenn jemand was negatives über mich bei ihnen sagt,dann reagieren sie genauso,
vor allem mein Vater und mein Steifvater,die musste ich schon oft Stoppen,
ich finde es ist so wie Hellinger sagt,Anerkennen was ist,ohne wenn und aber,
schaffen wir es uns die Dinge anzusehen ohne Wertung,einfach das was sie sind,
dann haben wir schon viel erreicht,
denn wir sind opfer von opfern
denn trotz allem was war und ist,ich habe meinen roten Faden gefunden in meinem Leben,
das was immer da war,von Anfang an,das war und ist die Liebe zu allem,
ja es ist nicht immer so ganz einfach,das behauptet ja auch keiner,
doch ich finde gerade das zeigt uns unsere Liebesbereitschaft,ohne Rosabrille
herzliche Grüße
Angelika
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11.05.2008 19:04 |
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Liebe Anna,
spontan schreib ich mal: Unser inneres Kind besteht zu 50% aus Mum und zu 50% aus Dad. Somit ist klar, dass Du dort Deine Mutter findest.
Aber was mir dazu auch noch einfällt:
Themen der Eltern zu übernehmen ist recht "trendy", gehört halt zum System dazu. Man schaut vorher, wer hat was, was brauch ich und dann geht man dort hin. Gehört alles zum Plan dazu, ist kein Versehen, nicht mal das übernehmen. Immerhin müssen "unsere Alten" die Themen ja auch rausrücken wollen, damit wir uns damit abrackern. Wenn wir damit genug gearbeitet haben, kommts auch ins Bewusstsein, wir finden, was nicht unseres ist und können es dann z.B. per Aufstellung wieder abgeben.
So als Einwurf von mir...
Lieben Gruß
Andreas
__________________ Wahrheit ist, was wir fühlen. Nicht was wir denken.
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11.05.2008 19:31 |
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| Zitat: |
Original von Anna
Denn silberweissgold war immer ihr Haar …
:traurig |
Hä ?....... Ähm...
Könntest du mir bitte dein Satz erklären ?
__________________
So bin Ich..
So bleib Ich
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11.05.2008 19:35 |
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liebe anna,
wir alle sind kinder und kinder kommen um den eltern ein geschenk zu geben.
nur vergessen wir es.
was meinst du was du deinen eltern geben kannst, das was sie nicht haben.
sie es mal so, ich weiß heute um mein geschenk für meine eltern.
ich sehe es auch bei meinen kindern, ich habe drei, jedes gibt mir ein geschenk,
das was ich nicht habe , oder besser gesagt nicht sehen will, denn in uns ist alles,
geben sie mir,
der eine die ruhe, der andere die gelassenheit, oder die liebe zu sich selbst
ich drücke dich mal ganz feste
engie
__________________ Kleine Dinge haben oft die größte Wirkung.
Wir dürfen nie die Macht eines Lächelns unterschätzen.
(leo buscaglia)
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11.05.2008 22:46 |
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Liebe Anna
weißt ich möcht dich auch gern knuddeln ....
mir ist so knuddelig
weil ich doch auch da drinn steck im irgendwo .
Ich bemerke immer mehr wie sehr ich sie achte meine Eltern.
Es gab sehr viele Jahre da gab es das nicht und jetzt fühlt es sich schon gut an.Gut ist viel für mich .Ja sie haben mich über sie gestellt und mir über alles die Verantwortung gegeben . Als Kind darf das nicht niemals darf das aber sie wußten es nicht besser .
Alles ist nicht weg da ist noch was offen und ich habe keine Ahnung was es ist . Da herrscht ein Schweigen über etwas und das muß offen .
Da muß an anderer Stelle gearbeitet werden . Das z b ist mein Ziel .
Einen herzlichen Gruß
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11.05.2008 23:42 |
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| Zitat: |
Original von Angelika
Liebe Anna
ich drück dich erst mal,
ich kann dich sehr gut verstehen,alles brauch seine Zeit,
ich habe lange Zeit Fammilienstellen gemacht,da kann man nur einen kleinen Teil
sichtbar machen,
als mir Bewußt wurde,das meine Mutter auf mich einiges übertragen hat,und ich an meine
Tochter,
ich wollte erst garnicht weiter arbeiten,denn bei mir, da war das mir egal,
doch nit bei meiner Tochter und nicht bei meinen anderen Kids,da setzte ich erst mal ein Stopp.
Die meisten sagen mir,das ich viel Leid erfahren habe durch meine Eltern usw.,
doch wenn jemand was negatives über sie sagt,werde ich wütend,
meine Eltern wissen beide das sie mir ganz schön zugesetzt haben usw.,
wenn jemand was negatives über mich bei ihnen sagt,dann reagieren sie genauso,
vor allem mein Vater und mein Steifvater,die musste ich schon oft Stoppen,
ich finde es ist so wie Hellinger sagt,Anerkennen was ist,ohne wenn und aber,
schaffen wir es uns die Dinge anzusehen ohne Wertung,einfach das was sie sind,
dann haben wir schon viel erreicht,
denn wir sind opfer von opfern
denn trotz allem was war und ist,ich habe meinen roten Faden gefunden in meinem Leben,
das was immer da war,von Anfang an,das war und ist die Liebe zu allem,
ja es ist nicht immer so ganz einfach,das behauptet ja auch keiner,
doch ich finde gerade das zeigt uns unsere Liebesbereitschaft,ohne Rosabrille
herzliche Grüße
Angelika
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Liebe Angelika,
ich drück dich ganz feste, und sage danke
(ich fühle mehr als in den Worten ist, aber anders kann ich das jetzt nicht sagen)
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12.05.2008 16:17 |
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| Zitat: |
Original von andreasf.
Liebe Anna,
spontan schreib ich mal: Unser inneres Kind besteht zu 50% aus Mum und zu 50% aus Dad. Somit ist klar, dass Du dort Deine Mutter findest.
Aber was mir dazu auch noch einfällt:
Themen der Eltern zu übernehmen ist recht "trendy", gehört halt zum System dazu. Man schaut vorher, wer hat was, was brauch ich und dann geht man dort hin. Gehört alles zum Plan dazu, ist kein Versehen, nicht mal das übernehmen. Immerhin müssen "unsere Alten" die Themen ja auch rausrücken wollen, damit wir uns damit abrackern. Wenn wir damit genug gearbeitet haben, kommts auch ins Bewusstsein, wir finden, was nicht unseres ist und können es dann z.B. per Aufstellung wieder abgeben.
So als Einwurf von mir...
Lieben Gruß
Andreas |
Lieber Andreas,
ich verstehe was du meinst (obwohl ich nicht unbedingt diesen Gedanken teile, dass unser inneres Kind aus unseren Eltern besteht. Es kommt sicher auf die Sichtweise an. Von einer bestimmten Ebene aus mag es so sein.
Ich drück dich auch
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12.05.2008 16:20 |
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| Zitat: |
Original von silberweissgold
| Zitat: |
Original von Anna
Denn silberweissgold war immer ihr Haar …
:traurig |
Hä ?....... Ähm...
Könntest du mir bitte dein Satz erklären ? |
Hi SWG,
silberweissgold ist die Haarfarbe meiner Mutter.
Eigentlich hatte sie schon von Kindheit an immer ganz helles fast weißblondes Haar. Dann kam eine Zeit, wo sie es färbte, da war sie eben einfach "blond". Als sie damit wieder aufhörte, war das Haar wieder ganz hell, ging später fast nahtlos in Weiß über, man kann gar nicht sagen, wann eigentlich.
Liebe Grüße
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12.05.2008 16:24 |
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| Zitat: |
Original von Engie
liebe anna,
wir alle sind kinder und kinder kommen um den eltern ein geschenk zu geben.
nur vergessen wir es.
was meinst du was du deinen eltern geben kannst, das was sie nicht haben.
sie es mal so, ich weiß heute um mein geschenk für meine eltern.
ich sehe es auch bei meinen kindern, ich habe drei, jedes gibt mir ein geschenk,
das was ich nicht habe , oder besser gesagt nicht sehen will, denn in uns ist alles,
geben sie mir,
der eine die ruhe, der andere die gelassenheit, oder die liebe zu sich selbst
ich drücke dich mal ganz feste
engie |
Liebe Engie,
das mit dem Geschenk verstehe ich. Und ich denke eigentlich auch so. War nur jetzt mal vorübergehend in einem kleinen Loch, wo ich nichts anderes mehr gesehen habe. Ich weiß dass ich viel gebracht habe, als ich auf die Welt kam ...
Und meine beiden Söhne, manchmal denke ich, sie sind Engel, die gekommen sind um mir zu helfen, mich zu unterstützen mit besonderen Eigenschaften, die sie mitgebracht haben. Ja da hab ich früher erstmal "gestaunt". Ich habe gedacht, Erziehung kann es nicht sein, sie haben es bereits in sich und "mitgebracht".
Ich danke dir von Herzen (auch hier, ich kann es nicht genug sagen)
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12.05.2008 16:29 |
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| Zitat: |
Original von Nebelhauch
Liebe Anna
weißt ich möcht dich auch gern knuddeln ....
mir ist so knuddelig
weil ich doch auch da drinn steck im irgendwo .
Ich bemerke immer mehr wie sehr ich sie achte meine Eltern.
Es gab sehr viele Jahre da gab es das nicht und jetzt fühlt es sich schon gut an.Gut ist viel für mich .Ja sie haben mich über sie gestellt und mir über alles die Verantwortung gegeben . Als Kind darf das nicht niemals darf das aber sie wußten es nicht besser .
Alles ist nicht weg da ist noch was offen und ich habe keine Ahnung was es ist . Da herrscht ein Schweigen über etwas und das muß offen .
Da muß an anderer Stelle gearbeitet werden . Das z b ist mein Ziel .
Einen herzlichen Gruß |
Hi liebe Nebelhauch,
ich wünsche dir, dass du findest, was da vielleicht noch offen ist.
Alles Liebe für dich
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12.05.2008 16:31 |
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Ich möchte nochmal was sagen zu den Haaren meiner Mutter.
Als ganz kleines Kind lebte sie zunächst bei ihren Großeltern. Erst mit sechs Jahren wurde sie zu ihren Eltern gebracht.
Vorher hatte man ihr nichts Gutes über sie erzählt. Sie stand also , nach Meinung ihres Vaters ziemlich "trotzig" vor ihm. In Wirklichkeit war in ihr ein unfassbarer Schmerz und ein Nichtverstehen, warum ihre Großeltern sie einfach so "abgaben".
Das erste was ihr Vater tat, war ihr die (langen) Haare abzuschneiden. Er schnitt sie so kurz, dass sie fortan in der Schule nur noch Fritz genannt wurde.
Sie hat mir immer gesagt, dass dieser Moment, diese Tat für sie die größte Demütigung gewesen sei, schlimmer als alles was noch danach kam. Es ist auf jeden Fall ein deutliches Symbol für alles Folgende.
Liebe Grüße, Anna
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12.05.2008 17:03 |
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| Zitat: |
Original von andreasf.
Liebe Anna,
spontan schreib ich mal: Unser inneres Kind besteht zu 50% aus Mum und zu 50% aus Dad. Somit ist klar, dass Du dort Deine Mutter findest.
Aber was mir dazu auch noch einfällt:
Themen der Eltern zu übernehmen ist recht "trendy", gehört halt zum System dazu. Man schaut vorher, wer hat was, was brauch ich und dann geht man dort hin. Gehört alles zum Plan dazu, ist kein Versehen, nicht mal das übernehmen. Immerhin müssen "unsere Alten" die Themen ja auch rausrücken wollen, damit wir uns damit abrackern. Wenn wir damit genug gearbeitet haben, kommts auch ins Bewusstsein, wir finden, was nicht unseres ist und können es dann z.B. per Aufstellung wieder abgeben.
So als Einwurf von mir...
Lieben Gruß
Andreas |
Andreas, zu deinem muss ich noch mehr sagen.
Ich sehe es eigentlich auch so, es ist kein "Versehen" wo man geboren wird, sondern genauer Plan. Und natürlich passt das zusammen. Was auch immer ist, ich werde es mitgebracht haben. Meine Eltern stellten mir zur Verfügung, was ich sozusagen auch "brauchte". Also von daher teile ich schon deine Gedanken. Es ist alles unser eigener Weg ...
Liebe Grüße, Anna
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12.05.2008 17:14 |
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| Zitat: |
Original von Angelika
Die meisten sagen mir,das ich viel Leid erfahren habe durch meine Eltern usw.,
doch wenn jemand was negatives über sie sagt,werde ich wütend,
meine Eltern wissen beide das sie mir ganz schön zugesetzt haben usw.,
wenn jemand was negatives über mich bei ihnen sagt,dann reagieren sie genauso,
vor allem mein Vater und mein Steifvater,die musste ich schon oft Stoppen, |
Liebe Angelika,
das macht mich ein klein wenig stutzig. Du erwähntest das schonmal irgendwo und ich habe dein Eindruck, dass es dir so einiges bedeutet (vielleicht bilde ich es mir ja ein), dass deine Eltern "wissen" dass sie dir ganz schön zugesetzt haben.
Was ist nun, wenn sie es nicht "wissen". Was wäre wenn sie denken, sie hätten dir "nichts" getan, und wenn sie sich "frei" fühlen würden von diesen Dingen? Legst du Wert darauf, dass sie es "wissen"?
Ich habe mal vor langer Zeit vom Vater meiner Mutter geträumt. Ich habe ihn persönlich nie kennengelernt, er lebte bei meiner Geburt schon lange nicht mehr. Also der Vater meiner Mutter war für mich ein "übles" Wesen, nach allem was meine Mutter mir von ihm erzählt hatte (Schläge und Vergewaltigung und auch noch andere fiese Dinge).....
Also im Traum stand er vor mir. Ich sagte: "Du bist der Vater meiner Mutter, dann bist du ja eigentlich mein Großvater." "Ja", sagte er. Ich sagte: "Ich weiß, was du meiner Mutter angetan hast." und er antwortete: "Ich habe ihr nichts angetan."
In diesem Moment, bevor ich überhaupt noch eine weitere Frage stellen konnte, kamen drei "Weißkittel" (Ärzte, Pfleger sowas in der Art), und gaben ihm schnell eine Spritze in den Hals mit der Begründung, er sei gefährlich.
Er wurde sofort bewusstlos, verlor sichtlich an Kraft und das erste was einsackte, waren seine Beine.
So konnte ich also nicht mehr mit ihm sprechen und ich ging traurig in mein "gewohntes" Leben.
Ja das fiel mir jetzt so ein ...
Tatsache ist, seit ich gestern hier ´reinschrieb, dass alles mein eigener Weg ist, seitdem fühle ich plötzlich ein Annehmen in mir, all der Dinge, von denen ich glaubte, ich hätte sie übernommen, sie seien eigentlich nicht meins usw.
Ich fühle so einen Frieden. Ja und ich kann tatsächlich denken, dass ich natürlich auch in gewisserweise meine Mutter bin (mein Vater auch, nur in dieser Richtung war es mir nie so bewusst) dass trotzdem oder gerade deswegen alles mein eigenes Leben ist, ich bin auch meine gesamte Ahnenschaft und ich bin ich selbst, ich BIN ES.
Einen ganz lieben Gruß, Anna
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13.05.2008 09:23 |
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| Zitat: |
Original von Angelika
denn wir sind opfer von opfern |
das weiß ich. selbst der Vater meiner Mutter hatte seine "Geschichte", von der ich auch wusste. Aber damit immer alles zu begründen, es gibt keinen "Freibrief".
Der Vater meiner Mutter stand mit 16 Jahren am Sterbebett seiner Mutter, die an Krebs gestorben war. Sie sagte so etwas wie (oder er verstand es so): "Dein Vater ist schuld an meinem Tod." na denn ...
Es gab eine Szene von der meine Mutter mir erzählt hatte. Als junges Mädchen. Sie wollte sich aus dem Fenster stürzen, hatte die Tür abgeschlossen. Da stand ihr Vater hinter der Tür, und bat sie inständig, es nicht zu tun. Er würde sie verstehen und er würde das selbst auch kennen.
nun ja ... eben Dramatik ...
einen lieben Gruß
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15.05.2008 10:12 |
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Liebe Anna
du hast recht,mir ist es wichtig,das meine Eltern wissen,das sie mir ganz schön zugesetzt haben,
auch mein Satz,Wir sind Opfer von Opfern,mit diesem kleinen Satz fing ich an,
so manches mit anderen Augen zu sehen,
natürlich ist damit nicht alles zu entschuldigen,man ist nie nur Opfer sondern auch Täter,
kommt nur darauf an,welche Taten,und zu welchem Zweck,
also ich komme immer wieder auf die Motivation,warum ich/man was tut,warum nicht,
wenn man Missbrauch erfahren hat,dann sehe ich nit nur den"bösen Mann",der mir das angetan hat,
sondern auch eine Mutter,die mich nicht beschützt hat,bzw.konnte,
die art und weise wie man damit umgeht,auch bei mir selbst,wie oft man sich das selbst immer wieder angetan hat,tausend entschuldigungen für meine Mutter,denn wenn man das tut,
dann sind wir beim "alten Frauenproblem" und Mutterthematik,
herzliche Grüße
Angelika
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15.05.2008 12:05 |
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Hallo Angelika,
ja du hast recht, mit ihrer Mutter hatte meine Mutter vielleicht noch mehr Probleme als mit ihrem Vater. Weil sie "es" eben zuließ ...
Weißt du, darum schrieb ich in meinem Thread "ich wurde verletzt", dass ich meine Verletzung anerkenne. Es bedeutet keine Anklage, der Unterschied ist gefühlsmäßig gewaltig.
Einen ganz lieben Gruß, Anna
Übrigens auch keine Anklage gegen sich selbst
einfach nur die eigene Verletzung sehen ... und nicht den Gedanken dazuschieben, was man denn selbst alles getan hat
sich selbst freigeben heißt auch den anderen freigeben
miteinander leben können ohne "Glauben" daran, was man sich alles getan hat.
Schon der Gedanke, wir sind Opfer von Opfern macht uns auch zum Opfer ...
Denn wenn man genau in sich fühlt, solange man denkt, jemand hat einem etwas getan, aber er war ja selbst ein Opfer, so nimmt man die Verletzung an als etwas "Verdientes".
Der Tag der "Anerkennung" hatte damals viel in mir verändert, befreit.
Denn vorher wusste ich es zwar auch, aber war es ständig am Entschuldigen, dadurch "opferte" ich mich ...
Ich würde das fast als Teufelskreis bezeichnen.
Anerkennung der Verletzung ist keine Anklage, aber auch keine Entschuldigung. Man geht "quer" aus dem "Kreis" heraus.
Nimm es mir nicht übel, liebe Angelika. Mir war jetzt danach, dieses hier zu schreiben. Es ist für den, der es nehmen kann
Nochmal alles Liebe
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15.05.2008 13:26 |
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