Utopie Gemeinschaft |
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Manche Offtopics regen doch immer wieder zu neuen Diskussionen an...
Also greifen wir hier mal Judith´s Utopie Gemeinschaft auf.
Was meint ihr wie müsste eine solche Gemeinschaft aussehen, strukturiert sein die in Liebe, Freiheit und Regeln auskommen soll.
Ist sowas überhaupt möglich, das der Mensch in einer Gemeinschaft leben kann ohne Gesetze?
Ich bin der Meinung das es mit den "heutigen" Menschen nicht möglich ist.
Den Ohne Gesetzte heißt für mich das entweder alle derselben Meinung sind oder das alle Meinungen bedigungslos akzeptiert werden.
Für beides ist meiner Meinung nach der heutige Mensch nicht geschaffen.
Wie seht ihr das?
Wäre ein Leben ohne Regeln und Gesetzte möglich?
Gruß
Luzifuge
__________________ Wir sind Pilger,
die auf verschiedenen Wegen
einem gemeinsamen Ziel zuwandern.
(von Antoine de Saint-Exupery)
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15.07.2008 00:14 |
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Ohne Regeln und Gesetze geht es nicht,das wird auch noch lange so bleiben,
für mich heißt das ganz einfach,Eigenverantwortlichkeit meinen Gedanken und meinen Gefühlen
gegenüber,dem anderen gestehe ich das selbe zu,
ich komme aus einer Famillie,wo Gefühle und Emotionen unterdrückt wurden,
es ging nur um Respekt,Achtung und Gradlinigkeit,hauptsache du funktionierst
und erfüllst deine Pflicht,
im ersten Moment würde man meinen,das ist doch gut und richtig,
doch was ist mit den ganzen unterdrückten Gefühlen usw.
einige aus meiner Famillie konnten dem nicht stand halten und kippten um,
ich selbst habe mich vor 15Jahren dazu entschieden es zu ändern,
wußte damals nicht wo es mich und meine Kids hinbringt,ich ging einfach ins fühlen,
hörte nur auf meine Intuition,
hatte sogar ein Spiel gemacht Land der Gefühle,meine Kids malten ein Plakat,
und einmal in der Woche bekam jeder seinen Raum um darüber reden zu können,
was Thema war,ich inbegriffen,
meine Kids erlebten mich in fast allen facetten,und auch ein immer wieder aufstehen
und am Ball bleiben,naja so falsch kann das nicht gewesen sein,denn sie sind gut geraten,
ich bin der Meinung sowas kann erst dann funktionieren,wenn jeder anfängt innerhalb seines Systems "Aufzuräumen",
Träumen darf man trotzdem,Utopien aufstellen auch ohne den Blick der Realität zu
verlieren und wenn nur ein kleiner Teil davon in Erfüllung geht haben wir doch einiges
gewonnen,
kennst du den Satz,schaffe erst das was notwendig ist,dann schafft man manchmal
auch das was im ersten Moment unmöglich erscheint,
das ist harte Alltagsarbeit im hier und jetzt,die nicht immer so bequem ist,
doch niemand hatt uns versprochen das es leicht wird,ist genauso wie mit den ersten
Gehversuche,als Kind fällst du hin,stehst auf und versuchst es solange bis du es kannst.
Herzlische Grüße
Angelika
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15.07.2008 09:15 |
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Bin in meinem Herzen auch ein Anarchist, der sich nach einer Welt sehnt, in der jeder selbstbestimmt ist, in der es keine Herrscher gibt und in der jeder die Verantwortung für sein Verhalten trägt.
Keine Gesetze, keine Grenzen, keine Unterdrückung.
Ich sehe es allerdings wie Luzi - die Menschen für diese Welt gibt es derzeit noch nicht. Das funktioniert nicht mal in der näheren Nachbarschaft oder in der eigenen Familie.
Es ist halt ein Utopia. Und jedes Utopia trägt den Kern seines Untergangs bereits in sich, wie H.G. Wells so schön bemerkte.
Anarchie ist wohl die Form des Zusammenlebens, die nur wirklich reife Menschen realisieren können. Gibts die auf diesem Planeten?
herzliche Grüße,
Don
__________________ Wege mit Herz sind die einzigen Wege, die es lohnt zu gehen.
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15.07.2008 13:42 |
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Huhu,
in einer Welt zu leben in der ich meine Wohnungstür aushängen könnte finde ich eine schöne Zukunftsperspektive.
Dazu muß jeder Mensch aber noch sehr viel an sich selbst arbeiten. Ja, auch ich
. Ich hoffe mal das wir das die nächsten 200-300 Jahre schaffen. Wenn nicht siehts wohl übel aus.
Es ist ein Idealbild, daß meines Erachtens die einzigste Möglichkeit ist, die das Leben der zukünftigen Menschheit lebenswert macht.
Um das zu erreichen darf ich nicht urteilen. Und wie schnell ist das doch passiert. (Viele Schubladen - gruschtel). Jeden Menschen einfach so zu nehmen wie er ist, fällt mir, wo ich mich für tolerant halte, manchmal sehr schwer. Warum nur?
Spieglein, spieglein an der Wand, wer ist die "schönste" im Ganzen Land?
OT:
Spiegel: ....geh mal aus dem Weg ich seh nichts.
Alles Liebe
Isirius
__________________ Wenn ich denke, bin ich nicht, wenn ich bin, denke ich nicht.
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15.07.2008 15:13 |
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| Zitat: |
Original von Luzifuge
Also greifen wir hier mal Judith´s Utopie Gemeinschaft auf.
Was meint ihr wie müsste eine solche Gemeinschaft aussehen, strukturiert sein die in Liebe, Freiheit und Regeln auskommen soll. |
Lieber Luzifuge, in dem anderen thread habe ich ja schon "weit ausgeholt" und meine Sicht zu dieser Frage ziemlich ausführlich dargestellt. Vielleicht kann man diese Beiträge einfach hierher, in diesen thread holen (und dort, in dem anderen thread, löschen, - war ja eh z.T. "off-topic")? Was meint ihr, Mods? Sora? geht das? Dann bräuchte ich es nicht noch einmal formulieren ...
Alles Liebe
Judith
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15.07.2008 20:52 |
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Liebe Judith, technisch ist das durchaus machbar, und an sich eine gute Idee.
Aber.......im Thread "das Forum", wo Du das geschrieben hast, ist seitdem viel dazu Stellung bezogen worden.
Wenn ich nun Deine Utopie da herausnehme und hierher stelle, dann verliert der andere Thread den Zusammenhang, und ein Leser der später darin liest, wird einen logischen Bruch haben....daher würde ich es in diesem speziellen Fall lieber stehen lassen wo es ist.
Wenn sich nicht schon so viele Beiträge dort darauf bezogen hätten wäre es sinnvoller, aber so....
Grüüüübel........
Vorschlag:
Du könntest den einen Beitrag, wo Du Deine Utopie zuerst beschreibst, hierher kopieren. Das ist zwar dann ein "Doppelposting", aber in diesem Fall und weil es dann mit mir abgesprochen war, mache ich eine Ausnahme und erlaube es, den gleichen Text zweimal zu posten.
Was hälst Du davon?
Goldfee
__________________ Schaffe Frieden in Deinem Herzen, dann wird die Welt Dir folgen.
Lichtinsel
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16.07.2008 09:37 |
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Nun um so eine Gemeinschaft zu "erschaffen" sollten, aus meiner Sicht, alle Grundbedürfnisse befriedigt sein (alle genügend zu essen, Dach über Kopf, Kleidung bei kälte usw.) und das Gefühle wie Neid und Gier müssten ebenso wie die Dualität in der Welt "abgeschafft" werden.
Gruß
Luzifuge
__________________ Wir sind Pilger,
die auf verschiedenen Wegen
einem gemeinsamen Ziel zuwandern.
(von Antoine de Saint-Exupery)
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16.07.2008 10:02 |
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Ahasveru unregistriert
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Hallo,
| Zitat: |
Original von Luzifuge
Nun um so eine Gemeinschaft zu "erschaffen" sollten, aus meiner Sicht, alle Grundbedürfnisse befriedigt sein (alle genügend zu essen, Dach über Kopf, Kleidung bei kälte usw.) und das Gefühle wie Neid und Gier müssten ebenso wie die Dualität in der Welt "abgeschafft" werden. |
Obiges, auch das, was Judith visioniert, ist nichts anderes als die Utopie des Anarchismus. Und jener hat sich als ein Gesellschaftssystem noch niemals in der Historie der Menschheit durchgesetzt.
Es gibt viele Versuche, Anarchismus umzusetzen, gerade zur heutigen Zeit in den Ländern Südamerikas. Aber die dortigen anarchistischen Bewegungen stehen im Kriegszustand mit den dort herrschenden Regierungen, wobei Letztere auch vom Ausland mit Geld und Waffen beliefert werden, um diese Gruppen wie auch die anarchistische Idee selbst zu zerschlagen.
Und genannte anarchistische Gruppen erfreuen sich weniger ihrer anarchistischen Lebensweise, sondern stehen voll unter Bewaffnung wie auch im bewaffneten Kampf.
Und die hehre Idee eines Lebens in einer Gemeinschaft ohne Regeln und damit selbstverwaltet in Freiheit bedeutet als Grundvoraussetzung die Zerschlagung aller Herrschaftssysteme, damit aber auch des Herrschaftsanspruches des Menschen an sich.
Und dieses zu erreichen, ist zur heutigen, wie noch für eine sehr lange Zeit, nichts anderes als eine Utopie.
Lieber Gruss,
Ahasveru
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16.07.2008 10:15 |
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...wenn ich mich recht erinnere, war der Ur-Ur-sprung dieses Threads, die Aussage, bzw. der Gedanke... das eine Gemeinschaft, wenn sie sich mit Wahrheit und Liebe begegnet, ohne andere Regeln auskommt......
Grüßle Sandra
__________________ " Leben ist zeichnen ohne Radiergummi "
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16.07.2008 13:50 |
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Ahasveru unregistriert
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Hallo,
| Zitat: |
Original von Bea
Stellt euch mal Anarchie in der Familie vor. |
Ein Versuch in diese Richtung war die antiautoritäre Erziehung, welche auf ganzer Linie gescheitert ist, die Folgen davon sieht man heute noch überdeutlich.
| Zitat: |
Original von Bea
Da könnt ihr die Menscherechte ganz schell atakta legen. *gg |
Genau und sehr schön,
.
Denn Anarchie selbst ist auch nichts anderes als ein Machtanspruch, nämlich derjenige einer Anarchie an sich.
Dann muss man sich auch bewusst machen, wie viele anarchistische Richtungen und Gruppen es gibt, und eine jede hält wieder ihre Auffassung einer anarchistischen Lebensweise für wahr und richtig.
Und da solche Ansichten und Blickwinkel wie Gruppierungen derer aufgesplittert sind, und damit nicht einheitlich und ganzheitlich, wird es auch hier immer Auseinandersetzungen, Streitigkeiten und Gewalt geben, denn eine jede Richtung und Gruppierung hat ihren eigenen Herrschaftsanspruch.
Und selbst autonome Zellen und Gebiete werden immer von Räten, Ältesten, usw. geführt, und selbst in solchen gibt es immer Regeln des Zusammenlebens.
Somit hat Anarchismus auch seine, wenn auch eigene, Regeln und das Zusammenleben wird durch diese geleitet und bestimmt.
Und es kann nicht anders sein, denn das Wesen Mensch ist individuell, und damit gibt es unendlich viele Möglichkeiten der Ansicht von Freiheit und Anarchie.
So schön sich das mit der Anarchie anhört, sie ist und bleibt Utopie.
Lieber Gruss,
Ahasveru
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16.07.2008 13:50 |
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| Zitat: |
Original von Ahasveru
| Zitat: |
Original von Luzifuge
Nun um so eine Gemeinschaft zu "erschaffen" sollten, aus meiner Sicht, alle Grundbedürfnisse befriedigt sein (alle genügend zu essen, Dach über Kopf, Kleidung bei kälte usw.) und das Gefühle wie Neid und Gier müssten ebenso wie die Dualität in der Welt "abgeschafft" werden. |
Obiges, auch das, was Judith visioniert, ist nichts anderes als die Utopie des Anarchismus. Und jener hat sich als ein Gesellschaftssystem noch niemals in der Historie der Menschheit durchgesetzt. |
Meine Utopie, wie ich sie in dem "Forum-thread" beschrieben habe, unterscheidet sich für mein Empfinden nicht wesentlich von der Utopie, die auch Jesus "in die Welt" gesetzt hat. Es geht um ein Leben in Gemeinschaft, in Liebe, um "Frieden auf Erden". Ja, mag sein, dass das anarchistisch ist. Ich fand die Idee gut, finde sie immer noch gut ...
| Zitat: |
Original von Ahasveru
Und die hehre Idee eines Lebens in einer Gemeinschaft ohne Regeln und damit selbstverwaltet in Freiheit bedeutet als Grundvoraussetzung die Zerschlagung aller Herrschaftssysteme, damit aber auch des Herrschaftsanspruches des Menschen an sich.
Und dieses zu erreichen, ist zur heutigen, wie noch für eine sehr lange Zeit, nichts anderes als eine Utopie. |
Ja, diese Utopie - oder beser Vision - gibt es mindestens seit 2000 Jahren. Es gibt viele, viele Menschen - auch heute noch - die die Verkündigung dieser Utopie für eine "Heilsbotschaft" oder "Frohe Botschaft" hielten und halten, bzw. für etwas, das sich in Wirklichkeit umsetzen lassen kann. Man trifft sich "als Gemeinde", und versucht dort, Ideale einer Gemeinschaft zu realisieren (klappt zwar nicht immer, aber die Ansätze, zumindest die Versuche, dieser Vision Leben bzw. konkreten Ausdruck zu verleihen, sind da). Und ich glaube, dort geht es dann auch darum, den "Herrschaftsanspruch des Menschen" zu "zerschlagen" und ihn Gott - oder der Liebe - zu überantworten. Keine Ahnung, ob das anarchistisch ist ...
Ich jedenfalls finde diese Idee - die ich ja eigentlich nur aufgegriffen und in eigene Worte gekleidet habe - für absolut beachtenswert, glaube an eine solche Vision oder Utopie, und halte es für lohnenswert, immer wieder darüber nachzudenken, wie das konkret umgesetzt werden könnte, was es dazu braucht.
Und Freiheit? Hat Jesus sich nicht auch dazu geäußert, dass ein Leben in Freiheit möglich sei? Vielleicht hilft mir jemand, ich bin nicht so bibelfest ...
Alles Liebe
Judith
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16.07.2008 17:47 |
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Ahasveru unregistriert
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Hallo,
| Zitat: |
Original von Judith
nterscheidet sich für mein Empfinden nicht wesentlich von der Utopie, die auch Jesus "in die Welt" gesetzt hat. |
Jesus setzte keine Utopie in die Welt, sondern er sprach in allem, was er sagte, von der selbstlosen Liebe, der Agape.
Der Mensch mit seinen biologischen Trieben und seiner Gier, welche er Liebe nennt, ist ultraweit davon entfernt, Agape zu verstehen, geschweige sie denn zu leben. Das macht nicht die selbstlose Liebe zur Utopie, sondern den Menschen, welcher sie nicht erkennt.
| Zitat: |
| Und Freiheit? Hat Jesus sich nicht auch dazu geäußert, dass ein Leben in Freiheit möglich sei? Vielleicht hilft mir jemand, ich bin nicht so bibelfest ... |
Johannes Evangelium:
36 Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde; nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt. 37 Da fragte ihn Pilatus: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.
Dieses Reich ist das Königreich Gottes, das Himmelreich der Liebe, das Selbst. Alle Freiheit liegt hier begründet, sie ist aber unfassbar für den Menschen, weil sie überirdisch ist. Und damit für den Menschen in seinem Menschsein unerreichbar.
Lieber Gruss,
Ahasveru
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16.07.2008 18:03 |
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| Zitat: |
Original von Ahasveru
Jesus setzte keine Utopie in die Welt, sondern er sprach in allem, was er sagte, von der selbstlosen Liebe, der Agape.
...
Dieses Reich ist das Königreich Gottes, das Himmelreich der Liebe, das Selbst. Alle Freiheit liegt hier begründet, sie ist aber unfassbar für den Menschen, weil sie überirdisch ist. Und damit für den Menschen in seinem Menschsein unerreichbar. |
Heißt das denn nun, dass man nicht danach zu streben braucht, weil es eh nicht erreichbar ist für uns Menschen? warum dann eine solche Botschaft auf Erden? Hätte man das dann nicht auch lassen können?
Das, was Jesus äußerte, wäre also dann doch nichts anderes als eine Utopie, wenn sie für den Menschen als Menschen gar nicht erreichbar war ... -Ich dachte immer, er hätte etwas verkündet, dass für uns Menschen von Relevanz ist, und nicht für solche, die gar nicht mehr irdisch und menschlich da sind.
Na, bin grad inspiriert, doch noch mal bei Gelegenheit in die Bibel zu schauen. Meiner Erinnerung nach ging es z.B. bei dem Pfingstereignis um Gemeinschaft, um ein Einssein im Geiste, darum dass jeder den andere verstehen konnte. Das war, soviel ich weiß, weder "abgehoben" noch "in einer anderen Welt", - das soll doch tatsächlich und im Iridschen stattgefunden haben, und den Menschen in ihrem Menschsein passiert sein, oder vertu ich mich jetzt?
Alles Liebe
Judith
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16.07.2008 18:29 |
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Original von Judith aus dem thread "das Forum"
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Original von Goldfee
Keine Gemeinschaft kommt ohne Regeln aus.
Das ist seit Anbeginn der Zeiten dokumentiert..........
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Liebe Goldfee,
ich glaube an Gemeinschaft bzw. an die Kraft "wahrer Gemeinschaft" als etwas, das uns - wenn es uns gelänge, "eines Geistes" zu sein - Heiligstes erleben lassen könnte. Ich habe die Vision, dass es möglich ist, konsensorientiert zu leben und zu handeln, nicht demokratisch, nicht nach aufgestellten Regeln, sondern tatsächlich so, dass allen gerecht wird.
Das ist zunächst mal meine grundsätzliche Überzeugung, selbst wenn die Realisierung einer solchen Utopie wohl noch in weiter Ferne liegt (und für eine Einrichtung wie einem Internet-Forum, das nunmal gesetzlichen Bestimmungen unterliegt, nicht umsetzbar ist). Aber ich glaube fest daran, dass Gemeinschaft ohne Regeln auskommen kann, und das so ein Unterfangen nicht zwangsläufig - trotz unterschiedlichster Individuen - in Chaos, Wahnsinn, Mörderischem, Sodom und Gomorrha endet.
"Seit Anbeginn der Zeiten" mag "so etwas" dokumentiert sein - dennoch, ich wünsche mir sehnlichst Zeiten, wo äußere Regeln nicht mehr gebraucht werden, einfach deshalb, weil jeder wirklich "aus dem Herzen heraus handelt", im Sinne von Gemeinschaft, alle für alle denkend und fühlend. Ich weiß, es erfordert einiges von dem Einzelnen, u.a. absolute Authentizität, Offenheit, Respekt, die Fähigkeit, eigene Gefühle (insbesondere die unangenehmen) "halten" zu können statt sie auszuagieren (verbal, oder non-verbal). Es erfordert von einer Gruppe, dem einzelnen - jedem einzelnen - absoluten Raum zu lassen, unkommentierten, freien Raum, um sich zu zeigen und zu äußern, und als Individuum die Gemeinschaft um den eigene Teil zu vervollkommen etc.
Ich bin fest von dieser Vision einer Gemeinschaft in Freiheit und Liebe überzeugt, - und die erfordert keine Regeln, sondern einfach nur Wahrheit und Liebe. Zusammen, als gemeinsam zu erlebende Erfahrung, und individuell, als persönliche Erfahrung.
Ich erwische mich bei dem Versuch, diese Vision möglichst überall - wenigstens in Ansätzen - zu realisieren. Es gelingt selten, aber manchmal geschieht es, dass eine Gruppe in einem Geiste zusammen ist (ohne Regeln, einfach nur "ein Geist"), dass völliger Konsens herrscht, alle und alles berücksichtigt ist. Und diese Vision ist für mich persönlich wegweisend und beinhaltet meiner Überzeugung nach einen Weg für die Menschheit als Ganzes, heraus aus dem Wahnsinn von Egotum, Egozentrik, Egoismus ...
Alles Liebe
Judith
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16.07.2008 18:38 |
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Ahasveru unregistriert
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Hallo,
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Original von Judith
Heißt das denn nun, dass man nicht danach zu streben braucht, weil es eh nicht erreichbar ist für uns Menschen? warum dann eine solche Botschaft auf Erden? Hätte man das dann nicht auch lassen können? |
Gotteserkenntnis und Gotteserfahrung ist erreichbar für den Menschen, aber wenn er sie erfährt und erkennt, erkennt und erfährt er sich in dieser und nicht mehr als Mensch. Die Gotteserkenntnis und Gotteserfahrung ist unmittelbar Hier und Jetzt. Das meint, das man dann im Reich ist, das nicht von dieser Welt ist.
| Zitat: |
| Na, bin grad inspiriert, doch noch mal bei Gelegenheit in die Bibel zu schauen. Meiner Erinnerung nach ging es z.B. bei dem Pfingstereignis um Gemeinschaft, um ein Einssein im Geiste, darum dass jeder den andere verstehen konnte. Das war, soviel ich weiß, weder "abgehoben" noch "in einer anderen Welt", - das soll doch tatsächlich und im Iridschen stattgefunden haben, und den Menschen in ihrem Menschsein passiert sein, oder vertu ich mich jetzt? |
Das war die Geburt der Kirche. Aber wurde sie von Jesus selbst installiert? Warum hat er dann nicht die Kirche, die Gemeinden, das Dogma, usw. zu seinen Lebzeiten selbst begründet?
Begründet wurde sie von den Aposteln, und jene hatten selbst immer wieder Schwierigkeiten, das zu erfassen, was Jesus im Ureigensten eigentlich meinte.
Zur Entstehung der Gemeinden lies in der Bibel:
Apostelgeschichte, Kapitel 2
Lieber Gruss,
Ahasveru
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16.07.2008 18:43 |
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| Zitat: |
Original von Ahasveru
Gotteserkenntnis und Gotteserfahrung ist erreichbar für den Menschen, ... |
Klasse! Also, lass uns loslegen! Ich denke auch, dass es erreichbar ist!! Eine verwirklichbare Utopie.
| Zitat: |
Original von Ahasveru
... aber wenn er sie erfährt und erkennt, erkennt und erfährt er sich in dieser und nicht mehr als Mensch. Die Gotteserkenntnis und Gotteserfahrung ist unmittelbar Hier und Jetzt. Das meint, das man dann im Reich ist, das nicht von dieser Welt ist. |
Das meine ich auch. Ist das jetzt Utopie??
Und: dieses Erleben im Hier und Jetzt, - das ist auch als Gruppe möglich. Ich zumindest kenne diese Erfahrung. Und das ist für mich Gemeinschaftserleben (um mal wieder auf das eigentliche Thema zurückzukommen, - es ging ja nicht um Gotteserfahrung, sondern um Gemeinschaft, - es sei denn, man setzt Gotteserfahrung mit dem Erfahren von Gemeinschaft gleich, was ich tatsächlich nicht abwegig finde). Es ist m.E. das Erfahren von Liebe, All-Eins-Sein ...
Judith
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16.07.2008 19:08 |
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Ahasveru unregistriert
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Hallo,
| Zitat: |
Original von Judith
Klasse! Also, lass uns loslegen! Ich denke auch, dass es erreichbar ist!! Eine verwirklichbare Utopie. |
Dankschön, aber ich stehe nicht so auf die Bildung von Sekten....
| Zitat: |
| Das meine ich auch. Ist das jetzt Utopie?? |
Nein, Du findest toll, was ich gesagt habe und hofierst meine Meinung....
| Zitat: |
| Und: dieses Erleben im Hier und Jetzt, - das ist auch als Gruppe möglich. |
Nein, es gibt keine Gruppenerleuchtung im Last-Minute-Tarif.
| Zitat: |
| es sei denn, man setzt Gotteserfahrung mit dem Erfahren von Gemeinschaft gleich, was ich tatsächlich nicht abwegig finde). |
Aber ich finde das ab-wegig, denn es führt an dem wahren und wirklichen Weg von unmittelbarer Erkenntnis und Erfahrung Hier und Jetzt vorbei. Und das hat mit Gemeinschaft nichts zu tun.
Lieber Gruss,
Ahasveru
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16.07.2008 19:23 |
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Es erfordert von einer Gruppe, dem einzelnen - jedem einzelnen - absoluten Raum zu lassen, unkommentierten, freien Raum, um sich zu zeigen und zu äußern, und als Individuum die Gemeinschaft um den eigene Teil zu vervollkommen etc.
Hallo liebe Judith,
dieser Satz entlockte mir ein heftiges: Boah!!
Stell es dir einmal vor... JEDER bekommt ABSOLUTEN Raum.
Wo sind da die Grenzen?
Wo die Grenzen jedes einzelnen, welche er von den anderen gewahrt haben möchte?
Unkommentiert und frei... nimmt sich jeder den Raum den er beraucht, ohne zu fragen.
Ist es wirklich das was du möchtest?
Ich als Mensch brauche meine Grenzen, weil ich aus Fleisch bin, ich bin Materie. Wird meine Grenze verletzt, dringt jemand, aus Absolutismusanrecht zu nah in meinen Raum... wehre ich mich.
Selbst als Seele, soweit ich diese zu erkennen vermag, möchte ich nicht, dass dort jemand ungefragt rumschnüffelt.
Das was du dir erträumst ist in unserer Dimension nicht lebbar.
Wir können in Ansätzen diesen Traum leben, aber den absoluten Raum bekommen wir nur in der Grenzenlosigkeit und/oder Dimensionslosigkeit.
Und das ist hier und jetzt, Utopie.... aber in Gedanken, wenn man dazu fähig ist, sehr wohl erdenkbar.
Ich hoffe du verstehst was ich meine.
Es würde mir persönlich schon genügen wenn der Mensch etwas wertfreier werden würde.
Liebe Grüße Bea
__________________
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~Wenn ich ausatme, atmet die Welt ein~
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16.07.2008 19:24 |
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Ein kluger Mensch hat mal gesagt (leider weiss ich nicht mehr, wer das war), dass persönliche Freiheit da endet, wo die Grenzen des Gegenübers beginnen.....
*einfach mal so in den Raum stell*
Goldfee
__________________ Schaffe Frieden in Deinem Herzen, dann wird die Welt Dir folgen.
Lichtinsel
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16.07.2008 19:39 |
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