Dieses Gedicht von einem unbekannten Verfasser bitte auf eigene Gefahr lesen, es spricht hier deutlich Wahrheit und Wirklichkeit an, wie sie in den Gesellschaften unserer Welt geschieht. Dieses Gedicht kann triggern!
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Zitat:
Verängstigt, voller Scham und Angst sitz ich in der Ecke, mache mich ganz klein, mich darf doch keiner sehen. Drücke die Hand von meinem Zwillingsbruder ganz doll, zu doll, es tut ihm sicher weh. Doch er sagt nichts, lässt mich nicht los, lässt mich nicht allein. Er will mich beschützen, doch kann er es nicht, ist doch noch viel zu klein, grad erst vier, und doch schon so ernst, so schweigsam, so traurig. Er kann nix machen, genauso wenig wie ich. Ich muss weinen, er sieht mich an, "Nicht weinen!" sagt er und doch laufen ihm selbst die Tränen übers Gesicht. Kann nix machen, hilflos, machtlos, zu klein! Die Tür geht auf, er ist da, Papi ist zu Hause. Hab Angst! Drücke die Hand fester zu, darf das nicht zu doll, es tut ihm doch weh, lasse etwas locker. Bitte nicht, bitte, bitte nicht, geht es mir immer wieder durch den Kopf. Doch es ist sinnlos, es wird passieren, wieder passieren, so wie jeden Tag, Er ist da. Gleich kommt er! BITTE NICHT!!! Doch er kommt. "Hier seit ihr ja!" er lächelt, ich hab Angst! "Komm mein Engelchen, komm zu Papi!" Hab solche Angst! Er hebt mich hoch, hebt mich einfach hoch, will das doch nicht. Lasse meinen Bruder nicht los, klammere mich an ihm fest. Bitte nicht loslassen, lass mich nicht allein. Er kann sie lesen, meine Gedanken, ich weiß es genau. und er lässt nicht los, seine kleine Hand umklammert meine ganz fest. Nicht loslassen! Doch Papa ist stärker er zerschlägt unsere Hände, ich will sie wieder greifen, lass mich nicht allein, bitte! Ich weine, schreie, will nicht! Er weint auch, guckt mir nach, uns nach, Papa und mir. Er zittert, er weint, er schreit meinen Namen. Schreit Papa an! Was sagt er? Ich verstehe es nicht, ich höre seine Worte nicht, er bewegt doch seine Lippen, warum höre ich seine Worte nicht??? Was sagt er, will wissen was er sagt! Sehe ihn nicht mehr, die Tür geht zu, hinter, mir, hinter uns. Bin ja auf Papas Arm. Wir gehen ins Schlafzimmer, will nicht! BITTE! Hab Angst, er lächelt. Freut sich, es macht ihm Spaß. "Nicht weinen, Engel" sagt er "Bin doch jetzt bei dir, bin doch lieb zu dir, sei du doch auch lieb zu mir!" Kann nichts machen, kann mich nicht wehren. Er streichelt mich, will das nicht, nicht an diesen Stellen, warum streichelt er mich da? "Nein!" flüstere ich immer wieder. Kann nix machen, bin doch so klein, zu klein. Muss lieb sein, sein Engel sein, hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi! Er küsst mich, überall, will das nicht, nicht an diesen Stellen. Weine, sie tun weh, die Tränen, sie brennen wie Feuer. Warum da? Warum an diesen Stellen? Muss ihn auch küssen, warum? Will das nicht! Muss ihn küssen, überall! "Komm, sei mein Engelchen, sei lieb zu Papi!" Will lieb sein, will sein Engel sein, hab ihn doch lieb, er hat mich doch auch lieb, oder!?! Ja, ist doch mein Papi. Jetzt legt er sich auf mich, er ist schwer, so schwer. Er wiegt so viel, kriege keine Luft. Gleich passiert es wieder, gleich tut es weh, nein, will das nicht. Es tut so weh. Es macht ihm Spaß, er mag es, es gefällt ihm. Er küsst mich, immer wieder. Auf und ab, wie bei "Hoppe-Hoppe Reiter". Ich mochte dieses Spiel, früher, als er das noch nicht machte, ja da mochte ich es, jetzt nicht mehr, jetzt hasse ich dieses Spiel, mag es nicht mehr spielen auch nicht im Kindergarten. Er macht komische Geräusche, es tut so weh. Es wird immer doller, immer schneller. Bald ist es vorbei. Wo ist Danny? Will zu meinem Bruder. "DANNY!" schreie ich in Gedanken, er hört es, ich weiß es genau, kann seine Gedanken lesen. Was ist nur los? Sehe mich, nein uns Papi und mich, von oben. Es sieht komisch aus. Es passt nicht zusammen. Er ist viel zu groß, ich bin zu klein, es passt nicht zusammen. Er macht komische Bewegungen. Seine Augen, er sieht glücklich aus. Will tot sein, so wie Putzi unser Wellensittich, der schläft jetzt auch, für immer. Will auch schlafen, für immer, nie wieder aufwachen, tot sein. Aber er ist glücklich, er ist froh. Papa macht es Spaß, muss lieb sein! Und dann, dann stöhnt er ganz laut. Es ist vorbei. Es tut so weh! Er gibt mir noch einen Kuss "Warst ein lieber Engel, der liebste Engel den es gibt!" flüstert er mir zu. Es tut so weh. Es blutet, ich blute! Warum? Was ist passiert? Verstehe es nicht! Warum??? Ich mag es nicht, will das doch nicht. Hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi! "Es ist normal." hat er gesagt, immer wieder, es ist normal. Glaube ihn, er ist ja groß, ist erwachsen. Erwachsene haben immer Recht, bin doch nur ein Kind. Hab Miriam im Kindergarten gefragt, sie hat gesagt, ihr Papa macht es auch mit ihr. Aber es tut so weh, es blutet. Frage mich immer wieder, warum? Wo ist Mama, warum macht sie nichts dagegen? Sie weiß es doch! Sie hat uns doch gesehen, als er, als wir! Beim letzten mal. Sie hat nichts gemacht, nur geguckt. Nichts gesagt, stand nur in der Tür. Er hat sie angeschrieen, warum schreit mein Papa meine Mama an? Dann ist sie gegangen, hat nichts gesagt, nie. Kein Wort, nur, das ich nichts sagen darf, Niemandem, niemals! "Es ist normal." hat sie gesagt. Muss das glauben, will ja lieb sein, ein Engel sein! Laufe zu Danny, er hält mich fest! "Hast du Aua?" fragen seine Gedanken, ich muss weinen! Er hat auch Aua! Er spürt das Selbe wie ich, jedes mal. Spürt immer wenn ich Aua habe, genauso doll wie ich. Er nimmt mich in seine Arme, seine kleinen Arme, sind doch noch so klein, so schlafen wir ein, Arm in Arm in der Ecke, ganz allein, wo ist Mami? Frage mich immer und immer wieder "Papi, warum? hab dich doch so lieb, will doch dein Engel sein, Papi warum? WARUM?" Will tot sein, wie Putzi, für immer schlafen, wie Putzi, tot sein....
ob wahr oder nicht.....es passiert tagtäglich...leider....
__________________ " Leben ist zeichnen ohne Radiergummi "
19.07.2008 15:58
Ahasveru unregistriert
RE: Warum, Papi?
Hallo,
Zitat:
Original von Anna
Diese Geschichte kommt nicht (wenigstens nicht sofort) bis zu mir durch. Ich kann nicht glauben, dass es Wahrheit ist.
Liebe Anna, ich kann Dir nicht sagen, ob diese Geschichte wahr ist, weil der Verfasser unbekannt ist. Sie ist aber in der Thematik allgemein gültig, weil soetwas tagtäglich, zumeist im Geheimen, passiert.
Und Du kannst, und darfst, auch nicht persönliche Geschichten veröffentlichen, weil diese eine betreffende Person retraumatisieren können.
Ich darf Dir versichern, das dieses Thema wie seine Auswirkungen äusserst heftig sind, weil ich in meinem Umfeld Menschen, welche sowas in ihrer Kindheit erlebt haben, natürlich individuell jeweils in anderer Form, betreut habe wie betreue.
Dabei seit: 30.11.2007
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Name: Regina Anna Herkunft: Deutschland
RE: Warum, Papi?
Zitat:
Original von Ahasveru
Liebe Anna, ich kann Dir nicht sagen, ob diese Geschichte wahr ist, weil der Verfasser unbekannt ist. Sie ist aber in der Thematik allgemein gültig, weil soetwas tagtäglich, zumeist im Geheimen, passiert.
Und Du kannst, und darfst, auch nicht persönliche Geschichten veröffentlichen, weil diese eine betreffende Person retraumatisieren können.
Ich darf Dir versichern, das dieses Thema wie seine Auswirkungen äusserst heftig sind, weil ich in meinem Umfeld Menschen, welche sowas in ihrer Kindheit erlebt haben, natürlich individuell jeweils in anderer Form, betreut habe wie betreue.
Lieber Gruss,
Ahasveru
Lieber Ahasveru,
ich weiß nicht so recht was ich sagen soll. Ich glaube, dass dieses Thema heftig ist. Es hat trotzdem für mich irgendwie keine Wahrheit.
Während meiner ganzen Kindheit hat meine Mutter mir ihre Geschichten erzählt. Aus ihrer eigenen Kindheit, wie sie aufgewachsen ist usw. irgendwie traurig, brutal, schlimm.
Sie drohte immer zu ersticken und wenn ich daran denke, kommt es mir kurzzeitig so vor, als könnte ich nicht mehr atmen. Irgendwann konnte ich nichts mehr fühlen (und hatte dafür ein schlechtes Gewissen). Heute denke ich, dass ich fähig bin, meine Gefühle einfach abzuschalten und ich weiß nicht was ich dann tun könnte, ich fürchte mich vor mir selbst.
Ich habe solches aber selbst niemals gesehen. Ich weiß, die Welt ist voller Leid, irgendwann hab ich aufgehört, es zu glauben.
Ich möchte gerne dich verstehen, wenn du sagst, du betreust solche Menschen. Aber in mir ist diesbezüglich kein Gefühl, diese Geschichte berührt gar nichts in mir. Entweder ist etwas in mir tot, oder ich weiß es nicht. Ich fühle wohl Mitgefühl, ich möchte umarmen.
Liebe Grüße, Anna
__________________ Es gibt immer nur den Weg nach vorne
[quote]Original von Terrael
Ich schließe mich Ph an, leider passiert es, es wird wahrscheinlich nie Enden und wahrscheinlich kann auch niemand etwas dagegen tun, es seidenn die Kinder fangen an zu Verstehen das solche "Spielchen" nicht Ok sind und nicht in ihr Frühaltriges Leben gehören, sondern überhaupt nicht in ihr Leben gehört.
Ein Vater hatt nie das recht soetwas zu tun, Kind mag zwar Wollen weil Dad glücklich, aber das unterschreibt die Tat nie.
Terrael hat du Erfahrung mit dem Thema ?
Du hast keine Ahnung was so eine Geschichte bei Betroffenen auslösen kann.
__________________ Schaue mit dem Herzen, denn das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar nach Saint-Exupery, Der kleine Prinz
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Name: Regina Anna Herkunft: Deutschland
RE: Warum, Papi?
@Terrael,
ich verstehe nicht, warum du behauptest, ich sei nicht beim Thema geblieben. Es und das was ich geschrieben habe, hat mich so tief berührt, dass ich gerade einen Nachmittag der Tränen hinter mir habe.
Nichts und niemand ist hier auf mich eingegangen, sondern stattdessen versucht man, diesen Thread zu vegiften.
@Anja,
das mit der persönlichen Geschichte, die wieder traumatisieren kann. Ich habe es so verstanden, dass wenn jemand seine eigene Geschichte wieder liest, dass das etwas auslösen könnte.
Ich finde das alles hier sehr traurig ...
__________________ Es gibt immer nur den Weg nach vorne