Walk-In

  • Hi Ruhe,


    was du beschreibst ist ein sehr komplexer Prozess, wobei wohl ein triftiger Grund vorliegen muss, das so etwas passiert, denn ganz ohne ist es nicht. Ich beschreibe mal:


    Stell dir unser Tagesbewusstsein so vor: Du liegst hinter dicken Burgmauern hinter deiner Schießscharte. Alles, was du von der Welt da draußen siehst (= Umwelt) ist das, was dir das Loch in der Mauer zu sehen erlaubt. Einerseits bist du beschützt, andererseits bist du sehr eingeschränkt.
    90 - 95% eines Tages verbringst du damit zu denken: und zwar über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. 5-10 % verbringst du damit zu handeln.
    Wir Menschen sind energetisch also nicht wirklich aufnahmefähig und Meister im Verarbeiten von Informationen sind wir auch nicht, dennoch tragen wir ein immenses Gepäck mit uns, ich nenne es das Denkgepäck, eben jene 90 % - was sehr viel Energie nimmt.


    Wenn nun ein Walkin kommt, und sei es, dass es ein Aspekt aus einer anderen Inkarnation ist, dann übernimmt er dieses Gepäck. Er muss sich darauf einstellen, und dass das nicht einfach ist, wird wohl deutlich. Noch schlimmer ist es, wenn er sein Gedächtnisgepäck noch mit intus hat. Bei der Aufnahmekapazität eines Menschen knallen da schnell die Sicherungen durch.
    Deswegen erinnern wir uns Menschen wenig an vergangene Inkarnationen und wenn, dann nur langsam und mit Bedacht.


    Deswegen glaube ich, dass solche Schritte wohl überlegt sein müssen und durchaus nichts alltägliches sind, so nach dem Motto: Komm, lass uns mal den Körper tauschen.


    Liebe Grüße
    Mihr

  • Hallöchen Mihr,
    ich wollte Dich auf gar keinen Fall in irgendeine Richtung drängen und von einem "Muss" sprechen. :)
    Sollte das so herübergekommen sein, so lass Dir bitte sagen, dass ich das so gewiss nicht meinte.


    Ich wünsch Dir alles Liebe :winke:


    Serenita

  • Hi goldenes Licht,


    nein, so habe ich es auch nicht aufgenommen. Wenn ich in dem beitrag etwas aufgedröselt geklungen habe, dann weil Ängste hochgekommen sind - was nichts mit dir zu tun hat. Es gibt einfach noch zu viel vor dem ich Angst habe. Angst ist ein machtvoller Begleiter und gleichzeitig auch ein Schutz, der einem eine gewisse Zauderhaftigkeit im Umgang mit Dingen gibt. Schwächt man sie ab, bleibt Vorsicht. Medialität erfordert nun einmal große innere Festigkeit. Es ist eine Sache der inneren Einstellung, und auch die ist ein Prozess ;)


    Liebe Grüße
    Mihr

  • Hallo ihr Lieben, habe mir jetzt erst diesen Thread durchgelesen, daher diese verspätete Antwort.
    Ich habe vor kurzen erfahren, dass ich ein walk-In bin. Kurz nach der Geburt hat dieser Auatausch stattgefunden. Ich habe diese Mitteilung medial erhalten, da ich verschiedene Fragen zu mir selbst hatte und etwas klären wollte. Meine Beziehung zu meien Eltern waren immer sehr oberflächlich. Ich liebte sie, aber nicht so sehr wie sie mich. Normalerweise baut der Säugling eine innige Beziehung mit der Mutter auf. Meine Mutter war mir immer etwas fremd Sie erzählte mir damals, dass ich eine Frühgeburt war und sehr schwach. Es wäre ein Wunder gewesen, dass ich überlebt hätte. Für mich ist nun vieles schlüssig. Kontakt zu der anderen Seele habe ich nicht, glaube ich jedenfalls.
    lg
    Gelia

  • Hallo gelia,


    ein versierter scham. Praktizierender kann sich auf die Suche nach diesem Seelenteil begeben.
    Und ihn Dir "zurückbringen" - wenn Du magst.
    Dies ist dann eine sog. Seelenrückholung.


    Abzuklären wäre dann auch, ob in deinem Falle eine Depossession überhaupt Sinn macht, wenn Dein walk-inn bislang mit Dir aufgewachsen ist und ich den Eindruck habe, dass Ihr zusammengehört (kann damit natürlich auch "schief liegen", sagt mir ja mein Verstand, bin ich nicht für gereist.)



    Noch etwas zu gewollten walk-inn`s:
    So etwas praktizieren durchaus geübte Schamanen, oder Praktizierende, wenn das Vertrauen in die Geister da ist. Und auch die "Abgabe" des "eigenen Ego´s" oder "Ego-Bewussstsein´s" ist unterschiedlich groß. So wie die Frau in Cubys Film machen Dies aus meiner Sicht sehr wenige Menschen.
    Selber habe ich Menschen live erlebt, die "unterschiedlich tief" in so ein Vertrauen kamen - und diese Fähifkeit dann mithilfe des Geistes anwandten, um Anwesenden "Heilung zu bringen".


    Herzgruß!
    Eli :winke:

  • Im uralten Weiheits- und Heilwissen des Schamanismus spricht man - sehr poetisch, bildhaft und wirkmächtig - von Seelenanteilen und Seelenrückholung.


    In der modernen Psychologie nennt sich was Vergleichbares oder Ähnliches - reicht wissenschaftlich und trocken - Ichzustände (statt Seelenanteilen) und Integration (statt Seelenrückholung)


    Das Ganze nennt sich dann Ego-State- Therapie.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Ego-State-Therapie


    In beiden Systemen kann man mit der Psyche heilmächtige Integrationsprozesse auslösen und die Seele sich heilen lassen.


    Meine Vorgehensweise:
    In der Ego - State - Therapie wird die Psyche des Menschen mit einer Familie verglichen (viele bzw. mehrere Anteile)
    In einem ersten Schritt würde ich die Hauptseelenanteile fragen, warum sie glauben, dass gewisse Anteile sich als "Walkin" erleben oder so bezeichnen.


    Abhängig von der Antwort würde ich dann entweder einer Seelenrückholung oder eine interne Familienkonferenz durchführen.


    Off Topic - aber doch ein paar Zeilen wert:


    Warum ich das jetzt hier anführe?
    Ich mache die Erfahrung, dass manchmal die "Diagnose" = "Walk in" "schlimmer" ist wie das eigentliche "Leiden" = sich uneins fühlen in sich und mit sich.
    Manchmal "verbeissen" sich die Menschen in ihre "scheinbare" Diagnose und vergessen dabei manchmal ihr "eigentliches " Leiden.


    Man arbeitet dann sehr intensiv an fremden "Besetzungen" und "Übernahmen", und das "fremd fühlen" in sich bleibt - leider auf der Strecke.



    LG
    Advaita

  • soweit ich es verstanden habe, ist es eine Absprache mit der anderen Seele. Ich habe auch den Eindruck, dass alles zusammen passt, außer dem Wunsch, immer in der geistigen Welt zu sein. Wie macht es sich bemerkbar, wenn die Seelen tauschen, dann müsste man doch eigentlich ein ganz anderer Mensch sein. Vielleicht sollte ich mal um Kontakt bitten. Ich lasse es alles so wie es ist, so fühl ich mich wohl. Wenn es anders sein soll, denke mal,dass ich es merke,oder??? :denk:
    Grüße
    Gelia

  • Bin gerade nochmal über den Thread gestolpert und würde gern noch einen Gedanken beitragen, der hoffentlich auch dem ein oder anderen Seelenverwandten Wiederentdeckung überbringen kann.


    Ein großes Problem für uns Menschen ist es, daß wir Seelen nicht fühlen können, zumindest reflektieren wir in unserem Gemüt darüber, was die Seele ist, und wie sie sich verhält, aber meist ändern wir die Gedanken innerhalb unseres Gemütes und kommen selten mit der Substanz unserer Seele wirklich in Berührung. Nach meiner Beobachtung fühlen Menschen meist einen sehr vagen Teil ihres Gemütes, wie ein Fenster, das sie nicht orten können, wenn sie über ihre Seele sprechen. Ihre Seele selbst, wenn sie das tun, hofft darauf, erkannt und verstanden zu werden, und mit jeder Annäherung "freut" sie sich auch, daß ihr Wirkprinzip versucht wird, zu entdecken. Die Gewißheit des "richtigen Verständnisses" steckt aber bei den meisten Menschen in den Kinderschuhen, obwohl sie nicht unmöglich und auch nicht ausschließlich "Eingeweihten" vorbehalten ist.


    Wenn wir verstehen, daß der innewohnende und nach außen in unsere Lebensgedanken einströmende Geist unser Gemüt beseelt, dann ist das "Abfallprodukt" aus diesem Prozess jene Substanz, die in ihrer Summe die Seele heranbildet. Wir müssen zugeben, daß diese Prozesse so innerlich sind und oft noch so unbewußt, daß wir kaum hoffen dürfen, unsere Seele wirklich als solche zu erkennen, während wir schon längst und selbstsicher über sie sprechen. Ich bin gerne der erste, der sich hier in Frage stellt, aber ich beobachte auch klar genug, um zu sehen, daß die meisten Menschen, die über diese Dinge sprechen, Meinungen abtasten, während sie eigentlich ehrlich über ihre Unsicherheit im Umgang mit den tatsächlich stattfindenden Energien sprechen sollten.


    Dadurch, daß wir innerhalb unseres Gemütes, das unsere bewußten und unbewußten Gedanken und Gefühle umfaßt, einen freien Willen haben, können wir ihn nutzen, um unsere Seele durch "gute-einfühlsame-gegenseitige" Wahl wachsen zu lassen und zu wärmen oder durch habgierig-bösartige-mißgünstige Wahl in ihrer Entwicklung zeitweise einzufrieren. Jemand, der also nicht bewußt oder unbewußt mit dem einströmenden Geist wohlwollend interagiert, kann auch noch gar nicht begreifen, wie dieser "Mechanismus" Seele funktioniert und hat eher eine "Meinung" darüber. Das Problem ist sozusagen Teil des Problems :) ...


    Weil jeder seine Seele sozusagen aus den Resultaten der eigenen Entscheidungen dem innewohnenden-einströmenden Geist gegenüber heranbildet ... kann es auch keinen Seelen-Tausch geben (Walk-In). Was Menschen wahrnehmen, die in dieser Theorie eine Erklärung für die deutlichen Empfindungen Ihres Gemütes suchen, ist meist ein Impuls von Andersartigkeit oder Umgangsfähigkeit im Bezug auf Vertrautes, den Sie durch plötzliche Begegnungen mit dem machen, was entweder in anderen Menschen oder in ihnen selbst auf deutlich effektivere oder zumindest aktive Weise die eigenen Gedanken "feinstimmen", einstimmen und justieren kann. Weil diese Begriffe und Zusammenhänge nur so unscharf verstanden werden, scheint das Walk-in-Konzept einfacher zur Erklärung zu sein, in Wirklichkeit verkompliziert es aber den viel Nötigeren eigenen Zugang zur Funktionsweise des Geistes, den wir in unserem Körper beherbergen und der mit unserer Gemüts-Zustimmung daran arbeitet, unsere Seele zu bereichern. Nur, wenn ein sterbliches/menschliches Wesen es dauerhaft ablehnt, diese zarten Justierungen der Gemütsgedanken hin zum "Guten-Einfühlsamen-Gegenseitigen" als sinnvoll zu begreifen, fährt es sich langfristig damit "selbst gegen die Wand" ... das sind Menschen, die offenen Auges Böses tun, die sich willkürlich für das Ausnutzen, für Haß und Selbstgerechtigkeit entscheiden. Das bedeutet aber nicht, daß wir nicht irren dürfen, denn wir haben in all unseren Fehlern viele Chancen, den eigenen Zugang zur Seele zu entdecken, genauso wie auch meine Zeilen hier nur eine Annäherung unter vielen sein darf ... wir haben schließlich viel mehr als ein Menschenleben Zeit, zu lernen, was es ist, das unter allen Umständen richtig bleibt (na, wer weiß es :-) ? )...


    Die Sensibilität von Menschen, die ihre Beseelung mit Höherem erkennen, kann leider vorübergehend sein, weil sie von ihren Lebensautomatismen oft in eine Aufmerksamkeit geführt werden, die materialistischer orientiert ist und die zarte Stimme des Gedanken-Justierenden, innewohnenden Geistes auch unbewußt überhört. Aber sobald wir intuitiv fühlen, daß unser Wesen etwas Göttlichem in uns begegnet, können wir sicher fühlen, was unser Verstand erst viel später begreift, und in diesen Augenblicken formt sich die Substanz unserer Seele heran. Später werden wir bewußt prüfen, welche Informationen direkt unserem seelischen Wachstum dienen, und worin wir darin göttlich Handeln können, oder was nur Irrtum unserer Gedanken war.


    Vielleicht ist es wirklich so, während wir einfach leben und gar nicht so sehr viel über diese Dinge wissen müssen, wie unsere Neugier hergibt, wenn sie sich doch nicht verwirren lassen will: Wenn wir uns wohl fühlen, ist alles in Ordnung :-) ?


    Also, nehmt meine Zeilen bitte nicht zu ernst :) ... sie stellen schließlich nur meine Sicht auf unsere gemeinsame Realität dar.
    Liebe Grüße
    Euer Orvonton

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