Artemisia annua

  • Hallo Ihr Lieben,


    in letzter Zeit höre ich immer mal wieder vom einjährigen Beifuss und, daß er auch eingenommen eine sehr starke Heilwirkung habe.

    Er scheint bei außergewöhnlich vielen, auch schwerwiegenden, Infektionskrankheiten hilfreich zu sein.

    'Medizin der Erde' widmet ihm einen eigenen Online-Kongress. Ich bin neugierig und werde mir das ein oder andere Interview anschauen. :)


    Falls Ihr Interesse habt: am Freitag geht es los. Hier könnt Ihr Euch kostenlos anmelden.


    Vielleicht habt Ihr ja schon Erfahrungen mit Artemisia, unabhängig vom Räuchern, gemacht und habt Lust, hier darüber zu berichten.

    Ich würde mich freuen! :smug:


    Herzliche Grüße, Czerion :sun:

  • In meiner KG -Praxis wurde mit Moxa gearbeitet,

    damals waren die MoxaZigarren noch mit Artemisia annua hergestellt.


    ich liebe diesen Duft und auch diese Wärme, die diese Pflanze beim Glimmen entwickelt.

    Dazu bat ich meinen Bruder um ein abgeschnittenes Rohr, ähnlich eines Zigaretten-Glutkiller, und setzte dieses in ein mit Sand gefüllten Aschenbecher oder Schale. Darin wurde auch die Asche ab getupft.

    ich habe noch alte und neuere Moxa Zigarren, die ab und zu brennen dürfen :ntn:


    In meinem Garten wächst die Artemisia vulgaris, deren Duft und Räuchereigenschaft für mich einfach toll ist.


    Herzlichen Dank liebe Czerion für den Link,

    aber ich weiß nicht, welche infos ich über dieses Kraut noch nicht kenne :lbn:

  • In der Klinik habe ich früher auch eine Zeit lang mit Moxa gearbeitet. Die Zigarren kamen damals aus China und waren etwas Besonderes. :)


    Hier wächst Artemisia am Feldrand und auf den leeren Baugrundstücken. Aber wegen der Spritzerei im Weinbau möchte ich ihn hier lieber nicht sammeln.



    ich weiß nicht, welche infos ich über dieses Kraut noch nicht kenne

    Dann mal her damit :crazy:....bzw. dann haben wir in Dir eine tolle Fachfrau, der wir allerhand Fragen stellen können. Supi!! :hüpfen:


    Liebe Grüße :<3:

  • Nö, :nö:

    meine Erfahrungen stammen auch nur von Seiten aus dem Internet und Büchern.


    Ich habe das Kraut noch nie eingenommen

    und kenne auch keinen Menschen, der Erfahrungen mit dem Kraut als Arznei machte.


    Liebe Grüße :hrz:

  • Also, ich habe mich mal dran gewagt, artemisia annua selbst aus Samen zu ziehen. Leider sind die Pflanzen sehr klein geblieben, weil es einfach zu lange zu nass und auch kühl war und ich kein Gewächshaus habe.


    Experimentiert habe ich bisher erfolgreich mit gekauftem artemisia annua Pulver bei Magenbeschwerden und Erkältung. Verstärkt wird die Wirkung durch Moringapulver/-kraut und Kaffee!

    Einige Hautveränderungen, die diesesmal nicht auf boswelia sacra Öl (arabischer Weihrauch) angesprochen haben, habe ich mit einer Mischung aus Olivenöl, Kokosöl und Artemisiapulver tutti kompletti verschwinden lassen können! Etwas Salbe auf ein Pflaster, ein paar Tage täglich erneuert und weg war die Stelle.


    Artemisia vulgaris wächst in rauhen Mengen in unserem Garten. Ich habe den Wintervorrat bereits zum Trocknen im Schuppen hängen. Die Pferde werden damit entwurmt. Ich gebe drei aufeinanderfolgende Tage zerkleinerten Ingwer (etwas mit Honig "mariniert", um die Schärfe zu mildern) und getrocknete Artemisia v. Seit dem haben meine Pferde nie mehr eine chemische Entwurmung bekommen. Habe noch eine TCM Kräutermischung, die ich anschließend einmalig übers Futter gebe, sonst nix. Auch den Hunden mische ich ab und zu ein paar Blättchen ins Futter.


    Für Einsteiger gibt es gute Bücher. Z. B. kleine Ratgeber wie diesen:


    https://smile.amazon.de/Artemi…annua%2Caps%2C2512&sr=8-3


    Die Pflanze findet in afrikanischen Ländern häufig auch Einsatz bei schwereren Infektionen wie Malaria oder halt auch Covid. Das soll keine Empfehlung sein. Bitte selbst informieren und prüfen, ob es sich stimmig anfühlt ^^


    Liebe Grüße

    Erdherz :<3:

    Ich weiß, dass ich alles mal gewusst habe, es aber leider wieder vergessen habe :crazy:

  • Ja klasse, liebe Erdherz :dance:


    den Tipp zum Pferdeentwurmen sollte ich mal gleich meiner Schwester weiterleiten. :top2:


    Es ist sicher das A.vulgaris, das auch hier bei uns wächst. Eine Touristin war mal völlig happy und hat jede Menge davon mitgenommen. Sie wollte es trocknen und räuchern.


    Vor ein paar Tagen sprach ich mit einer Heilpraktikerin, die A.annua täglich zur Immunstärkung als bitteren Tee trinkt. :tee:

    Ich werde sie fragen, in welcher Dosierung. :]


    Liebe Grüße :<3:

  • Hi Czerion,


    im Kaffee morgens kann man vorsichtig mit je 1/4 Tl Artemisia annua und Moringa anfangen und auf höchstens 1/2 Tl steigern. Süßen mit was du am liebsten magst, ich mache mir noch Mandel- oder Hafermilch dran. Fertig.

    Möglichst aus deutschem Bio-Anbau oder zumindest bio.


    :herz: Erdherz :<3:

    Ich weiß, dass ich alles mal gewusst habe, es aber leider wieder vergessen habe :crazy:

  • Artemisia vulgaris - bestes Zauberkraut, dass ich kenne. Vielseitig verwendbar, ungeschlagen im Erfolg bei Einsatz.


    :winke:Lucia

    ***
    Pretty words are not always true; true words are not always pretty.


    ***

    There is no glory in prevention


    ***

  • Hallo Ihr Lieben,


    gerade sitze ich vor meinen Zetteln, auf denen ich mir während des Online-Kongresses Notizen gemacht habe. Es waren sehr informative Interviews. Alle habe ich aus Zeitgründen nicht angehört, aber das Wesentliche konnte ich wohl mitnehmen.

    Ich dachte, eine kleine Zusammenfassung könnte vielleicht den einen oder anderen interessieren. Vorweg noch: die Artemisia annua entspricht in ihren Inhaltsstoffen und in ihrer Wirkung nicht der Artemisia vulgaris. Es handelt sich um zwei hochwirksame, dennoch unterschiedliche Pflanzen.


    ARTEMISIA ANNUA

    (einjähriger Beifuss)


    Die Artemisia annua kommt ursprünglich aus China und ist seit Jahrhunderten eine der großen Heilpflanzen in der Naturheilkunde.


    Sie wird sehr erfolgreich bei der Behandlung von Malaria eingesetzt. 2015 bekam die chinesische Wissenschaftlerin Youyou Tu den medizinischen Nobelpreis für ihre Forschungsarbeit zum Wirkstoff Artemisinin, der einer der vielen sehr potenten Wirkstoffe der Artemisiapflanze ist und der laut ihrer Studie, im menschlichen sowie im tierischen Blut, erfolgreich Parasiten eleminiert.


    2020 wurde, im Rahmen der Novelfoodverordnung, der Handel von Blättern und Tee der Artemisia annua (zum Verzehr) verboten.


    Bei der Anwendung von den Einzelwirkstoffen werden mittlerweile Resistenzen festgestellt, nicht aber bei der Anwendung der Pflanzenteile. Der Wirkstoffgehalt ist am höchsten in den jungen Blättern, am geringsten in den Stengeln. (Beim Kauf auf die Qualität achten! Stengel haben im Tee/Pulver nichts zu suchen.)


    Die Artemisia annua enthält doppelt gebundenen Sauerstoff und ist in der Lage ein Sauerstoffatom abzugeben. Das ist ein wesentlicher Grund, warum die Pflanze auch sehr erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt werden kann. Krebszellen und Malariaerreger enthalten viel Eisen, das heftig mit dem Sauerstoff reagiert. Es werden freie Radikale gebildet, die die Zellmembranen zerstören und damit auch die Zellen.


    Die Artemisia annua besitzt über 400 Inhaltsstoffe, was sie so effektiv und vielseitig verwendbar macht. Diese Inhaltsstoffe wirken gegen


    Viren ( auch HIV, SARS, Epstein-Barr-Virus und weitere)

    Bakterien

    Mikroben

    Pilze

    Parasiten

    Borrelien


    und können begleitend eingesetzt werden bei


    Infektionen

    Malaria

    Krebs

    Parasiten

    Darmprobleme

    Hautprobleme

    Insektenstiche und

    zur Stärkung des Immunsystems.


    Außerhalb Europas wird zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems empfohlen:


    täglich 1-2 frische Blätter essen oder

    2-3x wöchentlich je eine Tasse Tee mit ca. 1,5 g Blättern oder Pulver

    2-3x wöchentlich je 10 Tropfen der Tinktur


    Außerhalb Europas werden bei Symptomen folgende Dosierungen empfohlen:


    3x täglich eine Tasse Tee mit 2-5 g Blättern oder Pulver

    3x täglich 8-10 Tropfen der Tinktur


    Wer keinen Garten hat, kann die Artemisia annua auch in einem Topf auf dem Balkon pflanzen.

    Blätter zum Trocknen für den Tee erntet man am Besten kurz vor der Blüte.

    Um eigenen Samen zu erhalten, läßt man einen blühenden Stengel stehen. Ist der Samen ausgereift, Stengel vorsichtig abschneiden, über Kopf zum Trocknen aufhängen, im Frühjahr dann über dem Pflanzort ausschütteln. Samen nicht in der Erde versenken (Lichtkeimer).